Ein freudiger, von Dankbarkeit geprägter Gottesdienst, ein bunt geschmückter Altar, ein reich gedecktes Mittagsbuffet und fröhliche Gemeinschaft waren die „Zutaten“ für ein schönes Erntedankfest am Sonntag, dem 5. Oktober 2014 in unserer Gemeinde.
Am Tag zuvor wurden schon einige Vorbereitungen getroffen. Der Altar wurde geschmückt. Hierzu konnten die herbstlichen „Deko-Accessoires“ teilweise im familieneigenen Blumen- und Gemüsegarten unserer Blumenfee geerntet und gepflückt werden. Die Altarstufen wurden mit Obst, Gemüse und Blumen herbstlich bunt gestaltet. In unserer heutigen globalen „Mulitikulti-Zeit“ durften es dabei auch gerne Früchte aus anderen Ländern und Erdteilen sein. Leuchtend gelbe Bananen und Ananas mit ihrem attraktivem „Kopfputz“ setzten die fremdländischen Akzente. Ein großes Brot mit dem Schriftzug „Erntedank“ ließ nun wirklich keinen Zweifel mehr zu über den bevorstehenden Festtag.
Herausforderung für "Team Brunch"
Aber auch das „Team Brunch“ war am Samstag vor dem Festtag fleißig. Da eine große Anzahl Gottesdienstbesucher erwartet wurde, die alle zum anschließenden Essen eingeladen waren, war die besondere Herausforderung, genügend Sitzplätz für alle zu schaffen – erschwert durch die Tatsache, dass das schöne Herbstwetter der vergangenen Tage für Sonntag leider nicht mehr zu erwarten war. So mussten alle im Inneren des Kirchengebäudes untergebracht werden. Es wurden also Tische hin- und hergeschoben, Pläne wieder geändert bis schließlich alles so stand, dass es funktionieren könnte…
Den Gottesdienst hielt Priester Stephan Heimrath. Als Grundlage diente das Textwort aus Psalm 104, Verse 27 und 28: „Es warten alle auf dich, dass du ihnen Speise gebest zur rechten Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt.“
Gott sorgt nicht nur für natürliche Speise
In den einleitenden Worten ging es zunächst um die Dankbarkeit für alle natürlichen Dinge. Alles, was wir essen oder genießen, komme aus der Schöpferkraft Gottes, auch wenn man es einem Glas Schokocreme aus dem Supermarkt zunächst er gar nicht ansieht, so der Priester schmunzelnd. Aber auch hierfür müssen die Inhaltsstoffe wie Kakao oder Zucker erst einmal in Form von Kakaobohnen oder Zuckerrüben wachsen und geerntet werden. Auch sollten wir nicht vergessen, dass es in unserem Land Menschen gibt, die nicht so viel haben.
Aber das Textwort bezog sich nicht nur auf die natürliche Speise, sondern der himmlische Vater versorgt uns auch in geistlicher Hinsicht mit allem, was wir benötigen, um unser Glaubensziel zu erreichen, betonte Priester Heimrath. Dabei wäre keine Vorratshaltung nötig, wir würden immer wieder mit frischer Speise versorgt, die wir in den Gottesdiensten erhalten würden.
Duftschwaden während Schlusslied
Zur Feier des Heiligen Abendmahles kamen auch die Kinder aus der Sonntagschule und Vorsonntagschule dazu und der Höhepunkt des Gottesdienstes konnte gemeinsam gefeiert werden.
Das Schlusslied übernahmen an diesem Sonntag die Kinder. „Hast du heute schon danke gesagt?“ erscholl es freudig aus Kindermund. Währenddessen wurden im Untergeschoss noch einige Vorbereitungen für das gemeinsame Essen getroffen. Man konnte auch schon erahnen, was es geben würde, denn es zogen bereits einige Düfte in das Kirchenschiff…
Dekotrauben leider nicht essbar
Aber die Geduld wurde zunächst auf die Probe gestellt. Denn während die Gemeinde noch ein gemeinsames Lied sang, durften die Kinder „den Altar plündern“, das heißt, sie durften sich von dem Obst und Gemüse der Altardekoration etwas mitnehmen. Dabei wurde oftmals nicht danach ausgewählt, was man gerne essen würde, sondern was gut aussieht. So musste eine kleine Sonntagschülerin darüber aufgeklärt werden, dass die Weintrauben, die sie sich ausgesucht hatte, leider nur aus Plastik (zur Deko) und nicht essbar wären. Ein Tausch gegen etwas anderes löste das Problem jedoch recht schnell. Bei den Kleinsten haben dann Mama oder Papa bei der Auswahl geholfen. Am Ende wurde auch das große „Erntedankbrot“ noch angeschnitten und verteilt.
Im Untergeschoss ging inzwischen der Sturm auf das Buffet los. Nachdem der erste Ansturm vorbei und ein vorläufiger Sättigungsgrad erreicht war, wurde es etwas übersichtlicher. Und wie immer in Hochlarmark ist am Ende jeder satt geworden und es konnte noch jede Menge verteilt werden.
Freudige Gemeinschaft leider zu schnell zu Ende
Aber nicht nur das Essen wurde genossen. Auch die Gemeinschaft mit den Glaubensgeschwistern war schön. Es wurden freudige Gespräche geführt und selbst das Aufräumen hatte am Schluss noch einen gemütlichen Abschluss. Nachdem alle Spuren beseitigt und alles wieder an seinem Platz war, saß man noch ein Weilchen zusammen, denn keiner hatte Lust, schon nach Hause zu gehen. Ein schöner Festtag ging leider wieder viel zu schnell zu Ende.
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