Zum alljährlichen „Frühjahrsevent“ war die Gemeinde am Samstag, dem 5. April 2014 eingeladen. Denn in und um das Kirchengebäude an der Leopoldstraße gab es jede Menge zu tun. Ausgerüstet mit Akkuschrauber und Rasenmäher, sowie Staubwedel und Putzeimer ging es an die Arbeit. Und pünktlich zur Mittagszeit kam dann noch die Grillzange zum Einsatz.
In der Gemeinde Hochlarmark ergibt sich bei solchen Aktionen (trotz aller Emanzipation) immer noch eine traditionelle Rollenverteilung: Die Pflege und Dekoration der Innenräume wurde von den weiblichen Gemeindemitgliedern übernommen, während sich die Männer um die „Outdoor-“ und handwerklichen Aufgaben kümmerten.
Kein Entrinnen für Staubflusen
So wurden im Innenbereich unter weiblicher Regie auch alle verborgenen Staubflusen aufgewirbelt, die sich im Laufe eines Jahres gerne in dunklen, schlecht zugänglichen Ecken verstecken. Aber an diesem Samstag hatten sie keine Chance, denn die Staubsaugerdüsen kannten kein Erbarmen. Auch für die Spinnweben, die sich in den Zimmerecken in Sicherheit wiegten, gab es kein Entkommen. Mit Leitern und langen Besenstielen wurden auch diese erwischt. Auch für Dekoration wurde gesorgt. Am Altar wurde der Blumenschmuck für den folgenden Sonntag gefertigt. Weiße Rosen und blaue Hortensien würden die Gottesdienstbesucher am nächsten Tag erwarten.
Handwerklich gab es auch einiges zu tun. Eine Kirchenbank war etwas instabil geworden und musste repariert werden. Ebenso mussten die kleinen Kinderstühlchen im Vorsonntagschulraum mit einigen Schrauben fixiert werden. Im Kirchenschiff wurde der Schließmechanismus eines Fensters wieder gangbar gemacht. Draußen bekamen die Rasenmäher und Gartengeräte eine kleine Inspektion, Öl und Benzin wurde nachgefüllt und schon konnten die Männer mit ihrem „Lieblingsspielzeug“ wieder loslegen. Außerdem wurde geharkt und Strauchschnitt entsorgt.
Saisonauftakt für Grillwurst
Natürlich wurde zwischendurch auch immer mal Pause gemacht. Mit einem Tässchen Kaffee suchte man sich ein gemütliches Plätzchen zum Plaudern. Wie auch in den Jahren zuvor, hatten einige ältere Gemeindemitglieder, die sich nicht mehr aktiv an den Arbeiten beteiligen können, Kuchen und Salate vorbei gebracht, damit die „Aktiven“ auch bei Kräften bleiben. Mittags kam dann noch der neue Grill zu seinem ersten Einsatz. Eine ordentlich aufgereihte Würstchenkette lockte mit ihrem verführerischen Duft alle Hungrigen nach draußen, wo schließlich eine solide Bratwurst im Brötchen für die nötige Stärkung für den Endspurt sorgte.
Nachdem alle „To-do-Listen“ abgehakt waren, strahlte das Kirchengebäude wieder „blitzblank“ und das Grundstück war aufgeräumt und sauber. Der Kaffeetisch war gedeckt, der Altar geschmückt - der Sonntag konnte kommen…
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