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Aufnahme durch Bischof Johanning

 

Nachdem die Gemeinde Hochlarmark Anfang Februar den ersten Gottesdienst mit Apostel Schorr erleben durfte, gab es nun noch eine Premiere – diesmal mit Bischof Peter Johanning. Auch er ist seit dem Sommer 2013 zuständig für die Gemeinden des Bezirkes Recklinghausen. Am Sonntag, dem 23. März 2014 hielt er einen Gottesdienst, in dem eine Aufnahme in die Gemeinde durchgeführt wurde.

Madeleine und ihre Tochter Marie besuchen schon länger die Gottesdienste. Marie wurde am vergangenen Sonntag getauft (wir berichteten). Nun wurde auch der Wunsch der Mutter erfüllt, in die Gemeinde aufgenommen zu werden. Emotional fühlt sie sich schon seit einiger Zeit in der Gemeinde heimisch. Daher nahm der Bischof nun gerne die formale Handlung vor.

Im persönlichen Gebet unser Herz an den Thron Gottes bringen

Als Grundlage für den Gottesdienst las Peter Johanning das Textwort aus Math. 5, Vers 6 vor: „Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.“

Zunächst ging er aber in seinen einleitenden Worten auf die Textpassage eines Chorliedes ein, indem es heißt „…Weise mir Herr deinen Weg…“ Er fragte: „Wo geht dein Weg hin? Lassen wir uns den Weg vom Herrn weisen?“ Das sicherste Mittel zur Wegweisung wäre ein emotionales und persönliches Gebet, bei dem wir unser ganzes Herz an den Thron Gottes tragen. Der liebe Gott könne alles regeln – wenn er will. Und wenn er einmal etwas nicht erhört, sollten wir trotzdem dankbar sein für alles Gute, was er uns schenkt. „Lasst nicht nach, eure Wege in die Hände Gottes zu legen!“ so seine Aufforderung an die Gemeinde.

Lasst uns satt werden wollen

Bezugnehmend auf das Textwort machte er deutlich, dass die Seligpreisungen (aus denen das Bibelwort stammt) die Kernbotschaft des Evangeliums wäre. Gottes Gerechtigkeit wäre eine andere, als menschliche; sie wäre unparteiisch und stehe über allem. „Der Herr sieht auf den Glauben und sagt dir: Du bist mein Kind, lass dich ziehen durch meine Liebe. Er stellt keinen Sündenkatalog auf, sondern schenkt dir seine Gnade“ versicherte der Bischof. Der liebe Gott möchte aber auch, dass wir uns für ihn einsetzen. Zum Schluss gab er noch den Rat, dass wir satt werden wollen und daher bei den Angeboten Gottes mit beiden Händen zugreifen sollten.

Nach der Sündenvergebung wurde Madeleine an den Altar gebeten. Bischof Johanning nahm Bezug auf das vorgetragene Chorlied, in dem es durch das neue Chorbuch eine Textveränderung gegeben hat. So wäre es auch im Leben manchmal, und der „Text des Lebens“ ändert sich auf einmal. Der liebe Gott hätte auch in Madeleines Leben eingriffen. Der Bischof gab ihr den Rat, mit Mut weiterzugehen und den Herrn weiter zu entdecken. Mit einem lauten „Ja“ aus vollem Herzen bestätigte Madeleine die Frage, ob sie aufgenommen werden möchte.

Als Höhepunkt des Gottesdienstes wurde das heilige Abendmahl in einer sehr schönen feierlichen Atmosphäre gefeiert. Nach dem Schlusslied des Gemeindechores, verabschiedete sich der Bischof von allen Gottesdienstbesuchern.

„Autogrammsammlung“ ergänzt

Die Kinder hatten hierbei ihr persönliches Highlight: sie konnten ihre „Autogrammsammlung“ im Gesangbuch um einen weiteren Eintrag des Bischofs ergänzen lassen.

Auch diese Premiere war für die Gemeinde ein sehr schönes Erlebnis. Beim Kaffee trinken nach dem Gottesdienst wurde noch viel darüber gesprochen. Nur schade, dass der Bischof so ein großes Arbeitsgebiet hat und daher leider nur selten nach Hochlarmark kommen kann.

Für Marie und Madeleine steht nun noch ein weiteres Ereignis in ihrem Glaubensleben bevor: Die Heilige Versiegelung, bei der durch einen Apostel der Heilige Geist gespendet wird...

23. März 2014
Text: Text: S. Glinka / Fotos: F. Glinka

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