Am Sonntag, dem 9. Oktober 2011 waren alle Kinder der Sonntagschule nach Hochlarmark eingeladen. Apostel Wilhelm Hoyer hielt einen Kindergottesdienst für die 6 – 9-jährigen, zu dem nicht nur der Nachwuchs aus dem ganzen Bezirk Recklinghausen, sondern auch die Nachbarn aus Herne begrüßt wurden.
Bereits vor dem Gottesdienst war ordentlich was los. Sabine Heimrath probte einige Lieder, die dann während des Gottesdienstes gemeinsam gesungen werden sollten. Dabei strahlte sie so viel Freude und Begeisterung aus, dass die Kinder sich davon anstecken ließen. Vor allem das „Bewegungslied“, das als Schlusslied vorgesehen war, machte den kleinen Sängern sichtlich Spaß.
Das Thema des Gottesdienstes ergab sich aus dem Textwort: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.“ (Lukas 11, 9) Zum besseren Verständnis führten einige Sonntagschüler zu Beginn ein kleines Rollenspiel auf, in dem dargestellt wurde, wie nachts jemand an die Tür klopft und um Brot bittet. Nach mehrmaligem Nachhaken wird dem Wunsch entsprochen.
Das Bitten brachte der Apostel dann den Kindern näher, in dem er zunächst einmal fragte, worum man denn als 6- oder 7-jähriger bitten würde. Natürlich gab es da ganz viele Antworten: Rennauto, Fahrrad, Reisen und ähnliches. Von einem der Amtsträger verriet der Apostel, dass er sich in dem Alter Fußballschuhe mit Stollen gewünscht hätte. „Darf man denn auch den lieben Gott um die Erfüllung der Wünsche bitten?“ Ja, man darf ihm alles sagen, so Apostel Hoyer. Er machte dann aber darauf aufmerksam, dass es auch nichtmaterielle Dinge gebe, um die man unseren himmlischen Vater bitten darf. Da wussten die Kinder ebenfalls einige Antworten: um Engelschutz, für die Eltern, den Stammapostel, für Kranke und „dass der liebe Gott uns in den Himmel holt“ (mit dieser kindlichen Beschreibung war das Erreichen unseres Glaubenszieles gemeint)
Als Priester Schröder nach seinen Wünschen als Sonntagschüler gefragt wurde, verriet er, dass er Harmonium spielen wollte. Dies wurde ihm in seiner Kindheit ermöglicht und da er dies bis heute nicht verlernt hatte, forderte Apostel Hoyer ihn auf, das gleich mal vorzuführen. Als Beweis spielte er „Ich bete an die Macht der Liebe“ auf der Orgel. Die nun folgende Frage des Apostels, ob denn die Kinder auch mal ein Instrument spielen möchten, löste eine Flut von Antworten aus: Klarinette, Querflöte, Orgel… (wenn das alle wirklich umsetzen würden, hätten wir in ein paar Jahren ein prima Orchester zusammen…)
Dann wurde als Fazit noch einmal zusammengefasst: Wir dürfen jeden Tag zu unserem himmlischen Vater beten und ihn um alles bitten. Er würde alles hören und gar nicht anders können, als manche Bitten zu erfüllen. Und wenn einmal etwas nicht in Erfüllung geht, gibt es dafür vielleicht eine interessante Alternative…? Auf manche Dinge müsse man manchmal etwas länger warten.
Nach einem gemeinsamen Lied wollte Bezirksevangelist Mochalski den Kindern dann die Liebe Gottes etwas näher bringen, indem er darauf aufmerksam machte, dass auch Jesus sich besonders den Kindern zugewendet hat. Aber die Sonntagschüler waren gedanklich immer noch bei den Musikinstrumenten. Einige mussten unbedingt auch noch loswerden, was sie gern einmal spielen würden: Kontrabass, Akkordeon, Tuba oder Harfe waren die außergewöhnlichen Wünsche. Der Bezirksevangelist ging dann darauf ein und fragte, worauf denn ein Orchester besonders achten muss: „Natürlich auf den Takt“, wussten die „zukünftigen Musiker“.
Nach der Feier des heiligen Abendmahles, das bei dem quirligen und aufgeweckten Nachwuchs trotzdem in sehr würdiger und feierlicher Atmosphäre gefeiert wurde, wurde gebetet und dann kam das zuvor geprobte Schlusslied. An bestimmten Passagen des Liedes mussten verschiedene Gruppen der Gottesdienstbesucher entweder aufstehen oder sich wieder hinsetzen.
Am Ende des Gottesdienstes bat der Apostel dann alle Geburtstagskinder der vergangenen und kommenden Woche nach vorne und es wurde ihnen „Happy Birthday“ gesungen.
Anschließend stürmte die „ganze Bande“ ins Untergeschoss oder nach draußen, denn alle waren noch zu Saft und Keksen eingeladen. Für die Erwachsenen gab es Kaffee. Auch Wilhelm Hoyer mischte sich noch kurz unter die Glaubensgeschwister. Für die Sonntagschüler war dieser Vormittag sicherlich ein schönes Erleben, „ihren“ Apostel (er koordiniert die Seelsorge an Kindern in der Gebietskirche NRW) einmal so ganz anders zu erleben, als im „normalen“ Gottesdienst für die Erwachsenen.
Einige zusätzliche Fotos finden Sie hier
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