In diesem Jahr leuchteten die einladenden Kürbisse nicht nur von den großen Plakatwänden, die die Gebietskirche NRW wieder angemietet und mit Einladungen zu den Erntedankgottesdiensten in den Gemeinden bestücken ließ, sondern auch im Kleinen wurde Werbung betrieben: In Hochlarmark nutzten einige Gemeindemitglieder die handlicheren A4-Formate, um die markanten Kürbisse aus ihren Autofenstern lachen zu lassen. Außerdem wurden Flyer verteilt und Postkarten verschickt. Denn das Erntedankfest sollte ein weiteres festliches Ereignis in diesem Spätsommer werden…
Nach dem Gottesdienst waren alle Besucher zum Brunch eingeladen. Unser Gemeinde-Aktiv-Kreis hatte dazu die Organisation übernommen. So fingen schon Wochen vorher die Überlegungen an, wer welche leckeren Dinge mitbringen würde und was sonst noch alles geplant werden müsste.
Auch für die Altardekoration zum Erntedankfest wurden Überlegungen angestellt. Sie sollte kreativ und bunt werden. Dafür wurde in einigen Gärten der Gemeindemitglieder „geerntet“. Den letzten Schliff bekam das ganze dann noch durch die Kinder der Vorsonntagschule und Sonntagschule. Vor Beginn des Gottesdienstes legten die Kinder Obst oder Gemüse an den Altar. Dabei sagten die Größeren, wofür sie dem lieben Gott dankbar wären, z. B. dafür, dass sie genug zu essen hätten, für ihr schönes Zuhause mit Eltern und Geschwistern, usw. Nur der Dank eines Glaubensbruders dafür, dass er zur Schule gehe dürfte, schien nicht so ganz aus tiefstem Herzen zu kommen …
Der Gottesdienst stand unter dem Textwort aus Psalm 108, Verse 8 und 9. In seinen einleitenden Worten stellte der Gemeindevorsteher, Hirte Dimek, die Frage, ob der Dank unserem himmlischen Vater gegenüber auch in uns leben würde oder ob es nur Worte wären. Er riet dazu, nicht nur für die sichtbaren Dinge zu danken, sondern auch für das, was uns im Glauben geschenkt wird.
Nachfolgend machte Priester Heimrath darauf aufmerksam, dass Hilfe in manch banalen täglichen Situationen nicht einfach so kommen, sondern dass es sich um erlebte Hilfe Gottes handeln würde. Er nannte auch einige Dinge, die nicht überall selbstverständlich wären: Frieden, Meinungs- und Glaubensfreiheit, ein reichliches Nahrungsangebot, die Gemeinschaft in der Gemeinde…
Und wie sollen wir dankbar sein? Wir können unseren Dank im Gebet ausdrücken, das Evangelium nach außen tragen und dem Herrn treu bleiben, auch wenn uns manchmal Dinge ärgern.
Als dann die Kinder aus der Sonntag- und Vorsonntagschule wieder ins Kirchenschiff kamen, damit die Gemeinde gemeinsam das Heilige Abendmahl feiern konnte, waren einige Kids etwas abgelenkt. Sie überlegten wohl schon, welche „Trophäe“ sie nach dem Gottesdienst erobern könnten, denn es war ihnen versprochen worden, dass sie wie in jedem Jahr, den Altar „plündern“ und sich von den Früchten etwas mitnehmen dürften.
Allerdings mussten sie sich dann noch etwas gedulden, da nach dem eigentlichen Schlusslied des Chores noch einmal Gemeindegesang folgte, damit noch einige Vorbereitungen für den Brunch getroffen werden konnten, so der Vorsteher schmunzelnd.
Der Gemeinde-Aktiv-Kreis hatte gute Arbeit geleistet. Denn was die Gottesdienstbesucher nun erwartete, war ein wirklich klasse organisiertes und gut sortiertes Brunch-Buffet. Da blieben keine Wünsche offen. Die meisten zog es mit dem Teller dann gleich nach draußen, denn das Wetter war eher sommerlich als herbstlich. Die Senioren besetzten ihren „Seniorenstammtisch“ im Mehrzweckraum. Von dort erklang zeitweise so lautes Gelächter nach draußen, dass eine Glaubensschwester „mittleren Alters“ meinte, sie freue sich schon auf den Seniorenkreis, offensichtlich gibt es da viel zu lachen. Die Jungen tobten sich beim Fußballspielen aus, während die kleinen Mädchen aus der Vorsonntagschule „auf Expedition“ gingen. Hand in Hand marschierten sie über das Kirchengrundstück und entdeckten Beeren und Pilze, die dort wuchsen.
Ein Mitglied des Gemeinde-Aktiv-Kreises ging bereits mit einer Liste herum, denn es wurden schon die nächsten Termine geplant…
Wir bleiben dran und werden berichten!
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