Am 20.08.2017 ereignete sich im Bezirk Dinslaken eine Premiere. Während die Jugendlichen in der Altersstufe zwischen 23 und 35 Jahren von Apostel Otten nach Herne Wanne-Eickel eingeladen worden waren, fand für die „jungen“ Jugendlichen (14 bis 22 Jahre) ein eigner Gottesdienst in der Gemeinde Hiesfeld statt.
Zu diesem waren auch die jungen Jugendlichen aus dem Bezirk Recklinghausen eingeladen. Den Gottesdienst hielt der Bezirksjugendbeauftragte (BJB) des Bezirkes Dinslaken, Priester Frank Preuten, der mit einem Wort aus Galater 5,13 diente:
„Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt; sondern durch die Liebe diene einer dem anderen. Denn das ganze Gesetzt ist in einem Wort erfüllt, in dem: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“
Zu Beginn seiner Predigt stellte Priester Preuten die Formulierung „einen Gottesdienst feiern“ in den Mittelpunkt. Bei einer Feier gäbe es einen Gastgeber, Gäste, Musik und es komme auf eine positive Stimmung an. Daher sei das bewusste Feiern eines Gottesdienstes, eine durchaus zutreffende Bezeichnung. Denn auch dort würde Gott als Gastgeber in Erscheinung treten, der jeden Gottesdienstteilnehmer herzlich einlädt, sein Gast zu sein. Weiterhin würden Chor und Orgel einen musikalischen Rahmen ermöglichen. „Lasst uns hier Gottesdienst feiern“ rief der Priester der Jugend zu.
Dann ging Priester Preuten auf das Tageswort ein und verwies auf das Gegenteil von Freiheit, nämlich die Unfreiheit. Die extremste Form sei dabei die Sklaverei, welche nach aktuellen Schätzungen immer noch millionenfach auf dieser Erde existiert. Aber auch für uns, die wir in Freiheit leben dürfen, sei diese nicht grenzenlos: „Man muss auch lernen mit dieser Freiheit umzugehen, “ sagte Priester Preuten und verwies auf das Beispiel von Eltern mit ihrem Kind im Straßenverkehr. „Dort ist die Freiheit zunächst eingeschränkt, aber mit dem Hintergrund der Sicherheit, “ so der Priester. Wenn das Kind aber später gelernt habe mit seiner Freiheit umzugehen, könne es sich auch alleine im Straßenverkehr bewegen und seine Freiheit voll ausschöpfen.
Zum Schluss seines Dienens erweiterte Priester Preuten diesen Gedanken auf die Jugend. Auch heute sei es unsere Aufgabe, die empfangene Freiheit voll auszuschöpfen. Wir seien frei: Gutes zu tun, das göttliche in den Mittelpunkt zu stellen sowie Nächstenliebe und Gottesliebe zu praktizieren. Dies führe letztendlich zur ewigen Freiheit beim Herrn.
Zum Mitdienen wurden der Bezirksjugendbeauftrage (BJB) des Bezirkes Recklinghausen, Priester Sören Linke, sowie Diakon Seiderer gerufen. Beide unterstrichen den Gedanken, dass Freiheit die Möglichkeit zur Entscheidung beinhalte und dies immer mit einer gewissen Verantwortung verbunden sei.
Nach dem Gottesdienst waren alle Teilnehmer zu einem Hot-Dog-Essen eingeladen, um so die Möglichkeit zu schaffen, Gemeinschaft zu pflegen und sich auch über die Bezirke hinweg besser kennen zu lernen. Im Anschluss fand darüber hinaus noch eine Jugendstunde statt, welche vom Bezirk Recklinghausen vorbereitet worden war.
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