Nach einem Jahr intensiver Vorbereitung im Konfirmandenunterricht hat Leonie Deffner heute eine wichtige Entscheidung in ihrem Leben getroffen. Es war ihr Tag. Der Tag ihres öffentlichen Bekenntnisses zum neuapostolischen Glauben und zum Glauben an den dreieinigen Gott.
Grundlage des Gottesdienstes war das Textwort aus Epheser 5, 1: „So folget nun Gottes Beispiel als die geliebten Kinder“.
Zu Beginn erklärte Priester Stephan Heimrath, dass die Konfirmandin keine Sorge haben müsse, dass Gott sie als kleines Kind betrachten würde und nicht ernst nähme. Das im Textwort verwendete Wort „Kinder“ beschreibt das Verhältnis zu Gott. In den Augen Gottes bleiben wir alle Kinder Gottes. Gott ist unser Vater. Er ist treu und liebt uns immer.
Unsere Aufgabe ist es, dass wir unseren eigenen Glauben weiter entwickeln und somit zu einem „neuen Menschen“ werden. Gott erwartet von uns, dass wir dem Beispiel Jesu folgen. Dazu gehört, dass wir
- mit ihm im Gebet sprechen,
- seinen Willen tun, den wir im Gottesdienst hören
- die Gebote halten und
- unserem Nächsten Gutes tun.
Vorbilder sind uns nicht nur Männer aus der biblischen Geschichte sondern auch Frauen, wie die Witwe zu Zarpat. Diese Frau war in einer bestimmten Situation ihres Lebens ohne jegliche Perspektive. In dieser Situation hat sie sich dennoch entschlossen, das zu tun, was der Mann Gottes von ihr verlangte. Daraufhin erlebt sie Segen Gottes. Wenn wir uns auch in schwierigen Situationen unseres Lebens für Gott entscheiden, dann wird Gott ganz viel für uns bewegen.
Priester Markus Henrich machte in seinem Mitdienen auf die Prädikate der Jugend aufmerksam: Neugierig, aktiv und freudig. In seiner Eigenschaft als Jugendleiter der Gemeinde Recklinghausen warb er bei der Konfirmandin dafür „die Jugend der Gemeinde zur eigenen Jugend“ zu machen und etwas von sich mit einzubringen.
Hirte Gottfried Röstel machte in seinem Predigtbeitrag deutlich, dass Leonie mit Ihrer freudigen Art ein "Reichtum der Gemeinde“ sei. Weiter führte er aus, dass es anderen Menschen positiv auffallen wird, wenn wir uns nach den Geboten ausrichten. Dazu ist der persönliche Wille entscheidend. Folgt man z.B. den vorgegebenen Anweisungen eines Navigationssystems, gelangt man zum Ziel, selbst wenn man zwischendurch mal vom richtigen Kurs abkommt. Genauso wollen wir der Stimme des Heiligen Geistes folgen.
Dann war es endlich soweit. Die Konfirmandin trat vor den Altar. Die Jugend der Gemeinde Recklinghausen hatte für diesen Moment ein besonderes Geschenk: Zur Vorbereitung der Segenshandlung trugen sie das Lied „Ins Wasser fällt ein Stein“ vor. Danach gingen die Jugendlichen jedoch keinesfalls an ihre Plätze zurück, sondern nahmen Leonie gleich in ihre Mitte und zeigten damit ihre offenen Herzen.
In der dann folgenden Ansprache machte Pr. Heimrath deutlich, dass Leonie nicht ahnungslos vor den Altar getreten ist, sondern sich in den Unterrichten intensiv mit ihrem Glauben beschäftigt hat. Gott erwartet nicht, dass sie immer alles richtig macht und niemals im Glauben schwach ist. Er erwartet aber, dass sie ihren Glauben ernst nimmt. Leonie könne sicher sein, dass Gottes Liebe sie immer begleiten wird. Gottes Liebe ist nämlich immer vollkommen, bedingungslos und unwandelbar. Auch der heutige Segen wirkt fort. Er verbraucht sich nicht und wird immer bei ihr bleiben.
Nach der Segensspendung durfte Leonie zuerst die Glückwünsche aller Jugendlichen entgegennehmen. Für die ganze Gemeinde war unmittelbar spürbar: Leonie ist in der Jugend herzlich willkommen.
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