Das zentrale Thema des Gemeindegottesdienstes am 07. April 2019 war das Sakrament "Heiliges Abendmahl".
Kurz vor Beginn des Gottesdienstes traten einige Kinder mit einem Priester an den Altar und bereiteten in aller Stille die Abendmahlskelche vor.
Priester Markus Henrich hielt dann den Gottesdienst mit dem Textwort aus Markus 14, Vers 22 - 24
Und als sie aßen, nahm er das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Nehmet; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus. Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.
Zu Beginn der Predigt ging er auf die besondere Qualität der Gemeinschaft ein, die wir in der Gemeinde mit Gott erleben dürfen. Es gäbe einen Unterscheid zwischen der objektiven Realität und der wahrnehmbaren göttlichen Realität. Gemeinde und Familie gehören zusammen. Familie ist da, wo man sich geliebt fühlt und einander zuhört. Wie schön ist es, wenn die Familie gemeinsam den Tisch deckt. Heute haben unsere Kinder den Tisch gedeckt. Schon Jesus hat die Kinder in den Mittelpunkt gerückt, und dass Erste was er tat, war, sie in die Arme zu nehmen und zu herzen. Genau das macht Gott im Gottesdienst: Er nimmt alle ganz persönlich in seine Arme und drückt uns an sein Herz.
Priester Henrich berichtete weiter von einem Firmenmotto, wonach
" man miteinander spreche, alle wertschätze und bei Problemen nicht die Schuld des Einzelnen in den Vordergrund stelle, sondern versuche, aus den Fehlern für die Zukunft zu lernen."
Solch ein Umgang miteinander soll für uns alle ein Maßstab sein.
Wie schon durch das Textwort erkennbar, stand das Abendmahl als eines der drei Sakramente im Vordergrund des Gottesdienstes. Priester Henrich erläuterte die Situation, in der Jesus dieses Abendmahl feierte und es für die zukünftige Gemeinde stiftete. Es war eine belastende Situation für seine Jünger, weil Jesus deutlich auf seinen Abschied hinwies. Zum historischen Kontext erklärte er: Jesus feierte das erste Abendmahl in zeitlichem Zusammenhang mit dem jüdischen Passahfest, welches als Erinnerung an den Auszug des Volkes Israels aus der ägyptischen Gefangenschaft gefeiert wurde. Zu der Tradition gehörte es, ein makelloses Lamm zu schlachten und es vollständig zu verzehren. Die, die sich an diese Vorgaben hielten, wurden von der letzten Plage errettet. Jesu wurde durch seinen Kreuzestot selbst zum makellosen Lamm, welches geopfert wurde. Im übertragenen Sinn nehmen wir bei jeder Feier des heiligen Abendmahles von diesem Lammes-Opfer "Leib und Blut Jesu" zu uns.
In seinem Predigtbeitrag vertiefte Hirte Gottfried Röstel die verschiedenen Aspekte des Abendmahls, z.B. als Gemeinschaftsmahl. Er wies darauf hin, dass das Kirchengebäude nicht ausreichen würde, wenn alle Gläubigen den Wert dieses Saramentes gleichermaßen erkennen würden.
Für die Vorbereitung auf den sakramentalen Teil des Gottesdienstes, hatte die Gemeinde diesmal etwas Besonderes vorbereitet. Aus allen Altersgruppen gab es einen Beitrag, was Abendmahl jeweils ganz persönlich bedeutet.
Die kleinsten Geschwister aus der Vorsonntagschule hatten dazu Bilder gemalt, die Priester Henrich der Gemeinde vorstellte. Für die "Größeren" traten Marie, Hannah, Claudia, Lukas, Marcel und Klaus ans Mikrofon und schilderten in kurzen aber bewegenden Worten, was die Feier des heiligen Abendmahles für sie in der Seele bedeutet.
Es folgte eine außergewöhnlich bewegende Abendmahlsfeier, die diesem Gottesdienst ein nachhaltiges Gepräge gab. In diesem Sinne war es ein herausragender Gemeindesonntag.
Wie es in der Gemeinde Recklinghausen gute Tradition ist, endet die Gemeinschaft nicht mit der Beendigung des Gottesdienstes. Viele Geschwister blieben noch länger bei schönen Gesprächen und einer Tasse Kaffee zusammen.
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