Beim Betreten der Gastkirche klangen den Besuchern adventliche Klaviermelodien entgegen. Es war wieder der jährlich stattfindende Advent Impuls, die kurze Andacht, dieses Mal am 28.11.2020, am Samstag vor dem 1. Advent in der Recklinghauser Gastkirche.
Die Andacht begann mit einem kurzen Gebet. Priester Frank Peter Kulas stellte im Anschluss die Neuapostolische Kirche und seine Aufgaben in der Gemeinde RE-Nord vor. Das Adventslied "Macht hoch die Tür" (Gotteslob 218) erklang.
Priester Kulas verwandte für die Andacht ein Bibelwort aus Johannes 3,16: Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Die Andacht stellte Priester Kulas unter das Thema "Advent in Corona Zeit – Mut haben".
Er begann: "In diesem Jahr ist irgendwie alles anders! Normalerweise haben wir jetzt einen Weihnachtsmarkt und haben diesen schon besucht, Wir hätten „Recklinghausen leuchtet“ in der Altstadt bestaunt, vielleicht einen Martinsumzug besucht, etc... Schöne Rituale in der dunklen Jahreszeit und der morgen beginnenden Adventzeit- schöne und vertraute Gewohnheiten- dieses Jahr, mit Corona, ist alles anders. Und doch passt dieser andere Ablauf besonders zum Advent und damit zur Ankunft Jesu- und seiner Botschaft: Er ist das Musterbeispiel nicht in den gesellschaftlichen Gewohnheiten zu bleiben – er hat vieles anders gemacht als es die Juden damaliger Zeit gewohnt waren:
- er hat sich Kindern und Frauen zugewandt, damals ohne Wert in der Gesellschaft
- er hat sich den Kranken und Bedürftigen zugewandt
- er hat Aussätzige berührt
- er ist zu Ausgestoßenen hingegangen
- er hat sich öfters nicht um Sabbat-Gebote gekümmert
- viele Rituale (z.B. der Tempelkult) haben ihn sogar gestört
- er hat einfach vieles anders gemacht, nicht allen hat es gefallen.
Nehmen wir dieses besondere Jahr zur Besinnung und gestalten die Adventszeit etwas anders: statt Weihnachtsmarkt mit Glühwein und Würstchen wenden wir doch vielleicht mehr den Bedürftigen zu. Hier im Gasthaus wird es sehr intensiv gelebt. Wenden wir uns den vielen Einsamen zu, den Unsicheren, den Sorgenvollen, … Es gibt viele Möglichkeiten, mal in diesem Jahr besondere Akzente zu setzen in unserem christlichen Handeln. Nutzen wir auch neue Medien, wie WhatsApp, etc..", so Priester Kulas.
Mit dem allseits bekannten Lied "Tochter Zion" (Gotteslob 228) klang die Andacht aus.
3. Dezember 2020
Text:
FPK / Gestaltung: Ld
Fotos:
Ld
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