Die Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie bedeuteten für die Seelsorgearbeit der Amtsbrüder der Gemeinde Herten-Westerholt massive Beeinträchtigungen. Das Auslaufen der Pandemie erlaubt nun seit einiger Zeit wieder die Möglichkeit für persönliche Kontakte. Dies nutzte der Westerholter Amtsbrüderkreis, um nach dem Gottesdienst zum Gemeindesonntag am 04.06.2023 einen neuen Impuls für die Seelsorgearbeit in der Gemeinde zu setzen.
Schon einige Zeit zuvor begann der Amtsbrüderkreis im Rahmen der Ämterstunden, den aktuellen Stand der Seelsorge zu analysieren. Dazu gehörten insbesondere der Austausch über Erfahrungen vor, während und nach der Corona-Pandemie sowie Ideen und Sorgen der Amtsbrüder zu dieser wichtigen Aufgabe. Dazu wurde unter anderem auch auf Material der Kirchenleitung (siehe Flyer im Anhang) zurückgegriffen, um die „offiziellen“ Leitlinien zur Seelsorgearbeit mit einzubeziehen.
Dieser Flyer war dann auch Grundlage der Kurzpräsentation, die der Gemeindevorsteher Priester Frank Beran gemeinsam mit seinem Vertreter Priester Günther Drews nach dem Gottesdienst vorstellten. Allen Anwesenden wurde der Flyer ausgehändigt, der gezielt über Inhalte, Ziele, aber auch Grenzen der Seelsorge informiert. (Bei Bedarf liegt dieser auch weiterhin in der Kirche aus oder kann von den Amtsbrüdern zugeleitet werden).
Konkret für unsere Gemeinde ergibt sich, dass - im Rahmen dieser Leitlinien - verschiedene Aspekte berücksichtigt werden müssen:
• Wünsche der Gemeindemitglieder nach Seelsorge mit der gebotenen Balance aus Nähe und Distanz
• Persönliche Kapazitäten der Amtsbrüder
• Qualität der Seelsorgegespräche (glaubensbezogener Inhalt)
Um diesen Aspekten gerecht zu werden, warben die Priester Beran und Drews auch um die Mitwirkung der Gemeindemitglieder. Es soll niemand seelsorgerisch zu kurz kommen, sich aber auch nicht bedrängt fühlen. Dies bedürfe eines geeigneten Austauschs mit den Seelsorgern, der beidseitig erfolgen müsse.
Auch stellten sie Sinn und Zweck der Seelsorgegespräche heraus: Natürlich haben die tagtäglichen Sorgen ihren Platz darin. Es solle den Amtsbrüdern aber immer auch Gelegenheit gegeben werden, die glaubensbezogene, seelsorgerische Gesprächsebene zu erreichen.
Das bisher angebotene traditionelle Modell der Familienbesuche wird dazu, wo es gewünscht wird, weiterhin genutzt. Zusätzlich wird (nach vorheriger Bekanntgabe) zunächst an zwei Sonntagen im Monat eine Seelsorgesprechstunde nach dem Gottesdienst angeboten, um niederschwellig und spontan in den Austausch zu kommen.
Unabhängig davon stehen die Amtsbrüder im Rahmen Ihrer Möglichkeiten generell als Ansprechpartner zur Verfügung. Dies gilt ausdrücklich auch für Ideen zur Gestaltung der Seelsorge: Zwar ist der Amtsbruder als Seelsorger eingesetzt. Die Seelsorge soll aber auch bedarfsgerecht ausgerichtet sein.
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