Bezirksapostelhelfer Stefan Pöschel und Apostel Carsten Denker besuchen die Gemeinde Recklinghausen.
174 Neuapostolische Christen mit ihren Freunden und Gästen erlebten am Sonntag, 6. August 2023, einen besonderen Gottesdienst mit Apostel Pöschel und den erst vor einer Woche ordinierten Apostel Denker.
Grundlage für den Gottesdienst war ein Bibelwort aus dem 1. Buch Mose, Kapitel 16, Vers 13:
Und sie nannte den Namen des Herrn, der mit ihr redete: Du bist ein Gott, der mich sieht. Denn sie sprach: Gewiss hab ich hier hinter dem hergesehen, der mich angesehen hat.
Die Botschaft des Gottesdienstes lautete: Wir werden von Gott gesehen.
Nach dem Eingangslied und den Eingangsgebet trug der Chor das Lied „Betende Hände“ vor.
Apostel Pöschel ging zu beginn seines Wortbeitrages auf den Inhalt dieses Liedes ein und wies darauf hin, das ein Gebet doch von irdischen Fesseln befreien kann, welche Macht ein ehrliches Gebet haben kann und das es der rechte Hilferuf in dieser Zeit ist.
Liedtext: Betende Hände beseelt und geweiht,
Hände von irdischen Fesseln befreit.
Hände zum Flehen, Hände zum Ringen,
Hände zum Flehen und Ringen bereit.
Betende Hände braucht unsere Zeit.
Nun ging der Apostel auf das Textwort ein sprach von dem Biblischen Geschehen in dieser Zeit. Hagar war eine ägyptische Sklavin im Hause Abram und musste sehr unter dessen Frau Sarai leiden.
So sehr, dass sie in die Wüste flieht.
In einer Oase erschien ihr ein Engel, sie erkannte in ihm den Herrn und kehrte in ihre nicht schönen Verhältnisse zurück.
Sie hatte eine wichtige Erkenntnis: „du bist ein Gott, der mich sieht“ (1.Mo 16,13a)
Ihre Verhältnisse wurden nicht schlagartig besser, aber das Erlebte gab ihr die notwendige Kraft alles zu ertragen.
Auch die Jünger Jesu, so berichtete der Apostel, waren nach dem Erleben der Bergpredigt voller Euphorie. Sie ruderten auf den See hinaus und gerieten in einen Sturm. Vergessen war alles erlebte. Es blieb nur noch die Angst vor dem Ertrinken.
Aber Jesu sah ihre Situation, stillte den Sturm und kam zu ihnen und sie waren gerettet.
Sie waren aber nicht vor weiteren Gefahren gefeit.
So wie Gott eine Hagar und auch die Jünger Jesu gesehen hat, sieht er auch seine Kirche.
Wir erleben manche Kämpfe und Wiederstände, aber Gott sieht uns, er liebt uns und wird uns immer beistehen. Er hat sein Werk fest im Blick und wird es vollenden.
Apostel Denker berichtete in seinem Wortbeitrag von einer Situation, die er auf einer Fortbildung erlebte.
Er sollte sich rückwärts von einem Tisch in die Arme der anderen Teilnehmer fallen lassen. Er schaffte es nicht, ihm fehlte das nötige Vertrauen.
Der Kursleiter gab ihn den Rat sich vorzustellen, die Menschen die ihn auffangen seien Familienangehörige, also Menschen die ihn lieben. Das hilft.
Gott liebt uns und wir können ihm vollkommen vertrauen.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles endete der Gottesdienst mit Gebet und Segen und die Apostel verabschiedeten sich persönlich von allen Gottesdienstteilnehmern.
9. August 2023
Text:
F.S.
Fotos:
D.F./F.S.
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