Am 22.11.2023 besuchte Apostel Carsten Denker erstmalig in seinem neuen Amtsauftrag die Gemeinde Oer-Erkenschwick. Neben den Geschwistern aus Oer-Erkenschwick war auch die Gemeinde Recklinghausen-Nord mit eingeladen, mit der gemeinsam die Wochengottesdienste gefeiert werden
Gleich zu Beginn seiner Predigt stellte Apostel Denker fest, dass er aus der Gemeinde heraus eine besonders festliche Atmosphäre wahrnehme, was ihn sicher mache, dass alle gemeinsam einen Festgottesdienst erleben werden.
Dem Gottesdienst lag als Textwort aus Lukas 19 die Verse 7 und 8 zu Grunde:
Da sie das sahen, murrten sie alle und sprachen: Bei einem Sünder ist er eingekehrt. Zachäus aber trat herzu und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück.
Berichtet wird hier über die Reaktion der jüdischen Einwohner von Jericho, die mitbekamen, dass Jesus in das Haus des oberen Zöllners Zachäus einkehrte.
Die Zöllner der damaligen Zeit waren im Auftrag der römischen Besatzungsmacht unterwegs um Gebühren, Abgaben und Zölle von der jüdischen Bevölkerung einzuziehen.
Da sie für die verhasste Besatzungsmacht tätig waren und dabei regelmäßig von den eigenen Landsleuten mehr Geld als zulässig einzogen und sich damit persönlich bereicherten, wurden sie als Sünder und Verräter verachtet und gemieden.
Und genau zu solch einem Menschen kehrte der Gottessohn ein und hatte Gemeinschaft mit ihm.
Apostel Denker wies daraufhin, welche Folgen das Gespräch zwischen Jesus und dem Zachäus hatte: Er hatte seine Einstellung völlig verändert und versprach, das durch ihn begangene Unrecht wieder gut zu machen.
Genau diese Entwicklung ist ein großartiges Beispiel für Sinn und Zweck von Buß- und Bettag. Es gehe dabei nicht um Vorwürfe, Strafpredigten oder Vorhalten von Sünden, sondern darum, dass der sündige Mensch innehält, sich bewusst macht was Jesus als Vorbild gegeben hat und dann sein Verhalten zum Guten verändert.
Auch wenn die anwesende Gemeinde sicher keine Zöllner im Sinne von Zachäus sei, könnte es aber doch sein, dass wir hier und da durch unser Denken, Reden oder Tun andere verletzt oder gekränkt haben.
Priester Sören Linke aus der Gemeinde Haltern ergänzte in seinem Predigtbeitrag, dass aus dem im Textwort beschriebenen "murren" deutlich wird, dass die Einwohner Zachäus als unwürdig einschätzten, um Besuch von Jesus zu erhalten. Dies war eine zutiefst menschliche Reaktion, bei der man beachten müsse, dass Jesus damals wie heute aber selbst entscheidet, bei wem er einkehrt und wem er zum Heil verhilft.
Nach dem Predigtteil und der Sündenvergebung wurde einer jungen Schwester durch den Apostel das Sakrament der Versiegelung (s.a.) gespendet.
Im Anschluss an die Feier des heiligen Abendmahls ordinierte Apostel Denker für die Gemeinde Recklinghausen-Nord den Bruder Lukas Rachuba zum Diakon ( s.a.).
Rückblickend kann festgestellt werden, dass die Einschätzung des Apostels zutreffend war: Es war für alle Anwesenden ein Festgottesdienst!
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