Nachdem die Konfirmation schon nicht am regulär geplanten Termin im Mai stattfinden konnten, war es in der Gemeinde Recklinghausen-Nord auf Grund der bestehenden Abstands- und Hygieneregeln nötig, Konfirmationen an zwei Terminen durchzuführen.
Das Konfirmationswort
Traditionell schreibt der Stammapostel den Konfirmanden einen Brief. Anlässlich der Konfirmation widme er ihnen ein Wort aus Hebräer 8,10:
„Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will meine Gesetze in ihren Sinn geben, und in ihr Herz will ich sie schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“
Dieses Wort war dann auch die Grundlage der Konfirmationsgottesdienste, die beide von Priester René Pläster, dem Vorsteher der Gemeinde Recklinghausen-Nord, durchgeführt wurden.
Der erste Termin am 12. September 2020
An diesem Samstag versammelte sich Maya mit Ihrer Familie. Priester Pläster eröffnete den Gottesdienst mit einem Willkommensgruß an die Anwesenden. Er stellte die Frage: “Was ist Konfirmation?“ Heute wäre ein besonderer persönlicher Gottesdienst, in dem das Kind mit der Konfirmation seine Verantwortung in Sachen Glauben selbst übernähme, so Priester Pläster. „Gott ist nur ein Gebet weit entfernt!", Von irgendwo käme ein Engel her, sei es der Bruder, die Eltern oder die Freundin. Da sei jemand, der auffängt. "Du bist wer!" Es solle nicht so sein, ich heiße, sondern ich bin etwas und stelle etwas dar. Verantwortung hätte viel mit Liebe zu tun. Etwas mit Liebe anzufangen, hülfe schneller und besser ans Ziel zu kommen.
Ein zweiter Termin am 19. September 2020
Wiederum hielt der Vorsteher Priester Pläster die Konfirmation. Lena und Lucy waren mit vielen Gästen, den Eltern, der Schwester und zahlreichen Anverwandten gekommen. Sie hatten sich Klaviermusik gewünscht. Auch sollte es moderner sein. Schwester Ines und Bruder Eduard stellten dafür ein Programm zusammen. Priester Pläster sagte, er habe schon am davorliegenden Samstag eine Konfirmation gehalten und er wolle diesen Gottesdienst nicht wiederholen. Zwei Dinge sollten Kinder von Ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.", ein Sinnspruch der fälschlich dem großen Dichter Goethe zugesprochen wird. Priester Pläster wurde von Diakon Denk begleitet. Er sprach in seinem Wortbeitrag aus seiner beruflichen Erfahrung, einmal als Gärtner. Es gäbe Bäume die flach wurzelten, aber auch die mit einer tiefen Pfahlwurzel. Zum andern von seinem aktuellen Arbeitsplatz. Dort wäre es wichtig, dass auf dem Flughafen Flugzeuge mit intakten Flügeln abhöben. Das ließe sich auch so auf unser Leben übertragen.
Konfirmationstradition
Die Konfirmation (lat. confirmatio „Befestigung“, „Bekräftigung“, „Bestätigung“) hat in ihrer geschichtlichen Entwicklung zahlreiche Bedeutungen bekommen. So ist sie die persönliche Bestätigung der Taufe und damit das bewusste Ja zum christlichen Glauben und zur Kirchenzugehörigkeit und bedeutet den Eintritt ins (kirchliche) Erwachsenenleben. Die Konfirmation wird kirchenrechtlich als Übertritt zum mündigen Kirchenmitglied gesehen.
Anmerkung der Redaktion: Die Bilder wurden der Videoübertragung entnommen. Die Qualität bittet die Redaktion aus diesem Grund zu entschuldigen
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