Am Sonntag vor Palmsonntag lag dem Gottesdienst das Textwort aus 1. Korinther 11, Vers. 23 b -24 zugrunde: "Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach`s und sprach: Das ist mein Leib für euch; das tut zu meinem Gedächtnis."
In der Liturgie der Neuapostolischen Kirche sind diese Zeilen wohlbekannt in der Aussonderung zum heiligen Abendmahl. Dieses heilige Sakrament stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes, den Hirte Gottfried Röstel in der Gemeinde Marl-Mitte hielt.
Aber es gab einen weiteren Schwerpunkt: Das Sakrament der heiligen Taufe mit Wasser.
Sarah und Linus sollten in diesem Gottesdienst für ihre Tochter Romy das Sakrament der Wassertaufe erhalten. Mit der großen Familie waren auch etliche Freunde und Arbeitskolleginnen und -kollegen der Beiden im Gottesdienst anwesend.
Hirte Röstel wies gleich zu Beginn des Gottesdienstes darauf hin, dass Mitglieder verschiedener christlicher Religionen anwesend seien, die aber alle gemeinsam hätten, Taufe und heiliges Abendmahl als Sakramente ihrer Kirchen zu kennen.
Nach den Berichten der Evangelien hat Jesus seine Jünger in Jerusalem am Vorabend seiner Gefangenname versammelt und das traditionelle Mahl zum Pessachfest gefeiert. Nach dem Mahl wies er auf sein bevorstehendes Opfer hin und stiftete mit Brot und Wein das heute als Herrenmahl, Eucharistiefeier oder auch Abendmahl bekannte Sakrament. War das Pessachfest eher ein Erinnern an Vergangenes, liegt in dem Abendmahl des Herrn Jesus das Bekenntnis zum auferstandenen Sohn Gottes und auch seiner Wiederkunft und damit Zukunftshoffnung.
Auch dieses Bekenntnis seiner Wiederkunft ist fester Bestandteil christlichen Glaubens.
In seinem Wortbeitrag vertiefte Evangelist Dirk Sichtermann den Gedanken, dass anders als die einmalige Taufhandlung, die regelmäßige Feier des heiligen Abendmahls wichtiger Bestandteil für uns als Christen ist.
Nach der Freisprache zur Sündenvergebung wurden die Eltern mit ihrem Kind vor den Altar gebeten. In seiner Ansprache hob Hirte Röstel hervor, dass auch Jesus selbst getauft wurde und es ihm wichtig war, dass Taufe weiterhin erfolgt. So rief er in seinem Missionsbefehl (vgl. Matth. 28, Vers 19) ausdrücklich zur Taufe auf.
Als besonderes Wort gab er den Eltern der kleinen Romy ein Wort aus Jesaja 43, Verse 1 ff. "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!"
Mit der Taufe hat Gott einen Bund mit Romy geschlossen, in welcherm er ihr seinen Beistand und seine Hilfe zusagt.
Mit der Feier des Abendmahls ging der Gottesdienst zu Ende. Es war für die Gemeinde ein besonderes Fest und auch die Familie und Freunde feierten anschließend gemeinsam das Ereignis.
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