25 gemeinsame Ehejahre – nicht nur für Sabine und Stephan ein Grund zum Feiern. Die ganze Gemeinde durfte dabei sein und sich mitfreuen, als sie am Sonntag, dem 22. März 2015 den Segen zu ihrem silbernen Ehejubiläum empfingen. Dabei war einiges anders, als sonst bei ähnlichen Anlässen in der Gemeinde…
Sabine und Stephan ließen es sich nicht nehmen, auch an diesem Tag im Gemeindechor mitzusingen. Dieses wunderte aber niemanden, denn Musik liegt in ihrer Familie einfach im Blut. So stimmten ihre Kinder Leonie (Violine) und Lukas (E-Piano) an diesem Vormittag die Besucher auf den Gottesdienst musikalisch ein.
Dem Herrn das Herz öffnen
Der Gottesdienst stand unter dem Textwort: „Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ (Joh. 1, Vers 11) Er wurde vom Gemeindevorsteher, Hirte Dimek gehalten. In seiner Predigt riet der Hirte zu Beginn, dem Herrn das Herz zu öffnen. Dann könne er hineinschreiben: Ich habe dich lieb, ich möchte dein Herz berühren, ich möchte, dass du auf ewig bei mir bist. Wenn wir das Wort annehmen würden, könnten wir Glaubenskraft, Friede und Segen erleben, führte der Vorsteher weiter aus.
Evangelist Sichtermann nahm in seinem Predigtbeitrag Bezug auf das Chorlied zu Beginn des Gottesdienstes, in dem es um die „Tür zum Segen“ geht: Der Schlüssel zum Segen wäre Dankbarkeit und Demut. Daher würde die Tür zum Segen in dem Augenblick aufgehen, wo man dankbar wäre.
"Blickkontakt" zu Jesus halten wie Verliebte
Priester Golm regte an, darüber nachzudenken, ob der Segen Gottes auch bei uns ankommen würde und riet, Jesus in den Mittelpunkt zu stellen. Auch Priester Röstel gab einen ähnlichen Rat, in dem er Bezug nahm auf das Silberhochzeitspaar: Haltet „Blickkontakt“ zu Jesus, so wie es Verliebte tun.
Als Sabine und Stephan nach der Feier des Heiligen Abendmahles zur Segenshandlung an den Altar gebeten wurden, sang die ganze Gemeinde ihr Wunschlied „Ach bleib mit deiner Gnade“ (GB 144). Als Textwort diente Psalm 101, Vers 6: „Meine Augen sehen nach den Treuen im Lande, dass sie bei mir wohnen; ich habe gerne fromme Diener.“ Dazu nahm der Hirte zunächst Bezug auf ihre Ehe, hier hätten sie in Treue zueinander gehalten. Aber auch die Treue zu Gott wäre ihnen immer wichtig, der Herr stünde in ihrer Familie nicht nur am Rande, sondern in der Mitte. Die beiden seien Segenstrachter, die sich auch gern in die Gemeinde einbringen. Sie ergreifen auch mal selbst die Initiative in dem Bewusstsein, dem Herrn zu dienen. Die weißen Herzen der Altardekoration sah der Hirte symbolisch für die reine Liebe zueinander, zu der der liebe Gott auch noch seine Liebe hinzugeben würde. Anschließend wurde dem Silberpaar der Segen gespendet.
Kinderchor hatte heimlich geübt
Nach dem Schlusssegen für die ganze Gemeinde gab es vor allem für Sabine noch eine besondere Überraschung. „Ihre“ Kinder des Bezirkskinderchores (Sabine leitet diesen Chor in Zusammenarbeit mit einer Dirigentin aus einer Nachbargemeinde) ließen es sich nicht nehmen das Schlusslied zu singen. Gemeinsam mit den Kindern der Gemeinde Hochlarmark hatten sie heimlich geübt. So sorgte ein schöner großer Chor, bei dem auch einige „Ehemalige“ mitwirkten, zu großer Freude bei allen. Ein kräftiger Applaus belohnte die Sänger. Anschließend überreichten die Kinder Sabine und Stephan Rosen, die sich in einem gebastelten Korb zu einem wunderschönen Rosengesteck zusammenfügten.
Nun durften auch Familie, Freunde und Glaubensgeschwister gratulieren. Danach waren alle Gottesdienstbesucher noch zu einem kleinen Empfang mit Getränken und Häppchen eingeladen.
So erlebten die Hochlarmarker das Jahresmotto „Freude in Christus“ an diesem Sonntag mal ganz praktisch als Freude in der Gemeinde.
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