Die Wettervorhersage verhieß nichts Gutes für Samstag, den 23. August 2014. Wechselhaftes Wetter mit kräftigen Regenschauern war angekündigt. Und für den Nachmittag war das Gemeindefest geplant, traditionell mit gemütlichem Grillen und Outdoor-Aktivitäten für die Kinder. Ob das gut gehen würde? Da half nur beten…!
Die Gemeinde Hochlarmark ist sturmerfahren und wetterfest – und mit einer großen Portion Gottvertrauen wurde an dem geplanten Termin festgehalten. So wurden bei den Aufbauarbeiten am Mittag bereits alle wettermäßigen Umstände mit eingeplant und Unterstände und Pavillons sturmfest verankert bzw. festgebunden. Für die älteren Gemeindemitglieder wurden Tische im Mehrzweckraum eingedeckt. Das Salat- und Kuchenbuffet wurde regensicher in der Garderobe aufgebaut. Es konnte also gar nichts mehr schief gehen. Und zunächst schien ja auch noch die Sonne…
Kompakte Viererkette bei den Würstchen
Es konnte also losgehen: Mit dem Eintreffen der Gemeindemitglieder füllten sich auch nach und nach die Tische mit verschiedenen Köstlichkeiten, die mitgebracht wurden. Der Grill wurde befeuert und schließlich mit Fleisch und Würstchen bestückt. Wie in einer aktuellen Radiowerbung achteten die Grillmeister sorgfältig auf eine kompakte (Vierer-)kette bei den Grillwürstchen. Gemüse hatte keine Chance und wurde zum Rost nicht durchgelassen. Aber das gab es dann reichlich in Form von Beilagen: Rohkostplatte mit Dipp, Salate, Schwarzbrottorte und vieles mehr. Als Nachtisch musste man sich zwischen verschiedenen Kuchen entscheiden.
Fluchtversuch von Plane verhindert
Irgendwann baute sich eine dicke schwarze Wolke über der Halde Hoheward auf. Die Optimisten meinten: „Die zieht vorbei!“ Aber leider war dies nicht der Fall. So ergoss sich plötzlich ein kräftiger Gewitterregen über Hochlarmark. Gleichzeitig wurde es deutlich kühler und windiger. Eine Plane war wohl doch nicht sturmfest genug festgebunden und drohte sich zu lösen, einen Pavillon mitzureißen und Richtung Nachbargrundstück zu verabschieden. Ein beherzter Schnitt der Seile mit einem großen Küchenmesser und der Sprung eines Diakons auf das sich aufblähend wehrende Plastik verhinderte das Abheben in luftige Höhen. Aber das alles war für die Hochlarmarker kein Grund zur Flucht ins Innere des Kirchengebäudes. Nein, es wurde ausgehalten und einfach näher zusammengerückt. Am Grill war es am wärmsten und so versammelten sich alle, die draußen aushalten wollten um die Wärmequelle – es wurde richtig kuschelig. Aber es kündigte das nächste Problem an: Irgendwann drohte der Regen die Dachlast des Pavillons zu überfordern, so wurde kurzerhand mit einer Harke das Wasser in einem kräftigen Schwall abgeleitet - leider wurden dadurch die darunter stehenden Brötchen etwas feucht.
Gemeinde Hochlarmark ist wetterfest
Zum Glück war es nur ein kurzer, aber kräftiger Regenschauer und einige Zeit später schien schon wieder die Sonne. Die Kinder konnten auf der großen Wiese weiter Fußball spielen. Die erkalteten Würstchen wurden noch einmal aufgewärmt und der gemütliche Nachmittag ging weiter. Die Senioren fühlten sich wohl und schienen so ins Gespräch vertieft, dass sie die Wetterkapriolen gar nicht bemerkten. Die Jüngeren hatten viel Spaß und auch die Kinder haben sich nicht gelangweilt.
Eines steht auf jeden Fall fest: Die Hochlarmarker lassen sich durch das Wetter das Gemeindefest nicht verderben. In unseren Breitengraden ist man wetterfest!
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