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Weihnachtliche Musik in der Klosterkirche Stuckenbusch

 

Auch für dieses Jahr war der Projektchor der Neuapostolischen Kirche des Bezirkes Recklinghausen wieder eingeladen worden, eine der Andachten an der Weihnachtskrippe in der Klosterkirche Stuckenbusch musikalisch zu umrahmen. Die traditionsreiche Krippe in der katholischen Kirche St. Franziskus v. Assisi sowie die Andachten an den Weihnachtstagen und den Sonntagen im Januar sind in unserer Region sehr bekannt und beliebt.

Der Chor traf sich bereits am frühen Nachmittag zu einer kurzen Probe in der Hochlarmarker Kirche. Zwar waren die Lieder bereits zu Beginn der Adventszeit bei Konzerten in Dülmen und Oer-Erkenschwick vorgetragen worden, eine kleine Probe sollte aber nun die Stimmbänder aufwärmen und das im Herbst geübte in Erinnerung bringen. Nach einer gemütlichen Tasse Kaffee wurden die Musikstücke kurz angesungen. Die Sängerinnen und Sänger hatten für den Dirigenten noch eine kleine Überraschung vorbereitet: ein kleiner Bildband von dem Konzert in Dülmen mit Unterschriften von allen Mitwirkenden wurde ihm überreicht. Und dann ging es auch schon los nach Stuckenbusch.

Die Andacht hielt Pfarrer David Formella. In interessanten und besinnlichen Textbeiträgen ging er vor allem auf die drei Weisen aus dem Morgenland ein, die in der Katholischen Kirche den Feiertag der „Heiligen drei Könige“ am 6. Januar prägen. Er erzählte unter andrem von einer Legende über einen vierten König, der die Krippe erst verspätet ohne die vorgesehenen Geschenke für das Jesuskind erreichte, weil er diese unterwegs verschenkte, um anderen Menschen zu helfen.

Textsicherheit nicht nur bei den Kindern

Zwischen den Wortbeiträgen gab es dann Musikblöcke, in denen Chor und Kinderchor (teilweise mit Orgel- oder Piano-Begleitung) sowie zwei Violinenspielerinnen schöne bekannte, aber auch weniger bekannte weihnachtliche Musikstücke vortrugen. Man merkte den Mitwirkenden an, dass sie viel Freude am Singen hatten. Auch die Kinder beeindruckten mit Textsicherheit (ohne Notenblätter!!) und Spaß an den Liedern.

So konnte man noch einmal eine stimmungsvolle Weihnachtsatmosphäre erleben. Mitgesungen werden durfte zwischendurch auch, denn es waren für den Gemeindegesang Textblätter verteilt worden. Allerdings waren diese für das Schlusslied eigentlich nicht nötig, denn „O du fröhliche“ kennt wohl fast jeder auswendig.

Krippenlandschaft mit Wasserstelle versetzt Besucher in biblische Zeit

Nach der Andacht gab es noch Gelegenheit, die wunderschöne Krippe zu bestaunen. Die liebevoll in Szene gesetzten Details sorgten für viel Bewunderung. Wenn man ein Weilchen die Landschaft betrachtete, fühlte man sich fast hineinversetzt in die damalige Zeit und Gegend. Man vergaß alles um sich herum und sah sich selbst an der Wasserstelle der Hirten sitzen, die in diesem Jahr den Mittelpunkt der Gestaltung bildet.

Die Krippe in Stuckenbusch ist traditionell bis Ende Januar (in diesem Jahr bis zum 27.) zu besichtigen: Montags bis samstags von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr, sonntags von 11:00 Uhr bis 16:30 Uhr. Jeweils sonntags um 17:00 Uhr findet eine Andacht statt, mit weihnachtlicher Musik durch verschiedene Chöre aus unserer Umgebung.


Vorgetragene Musikbeiträge:

Chor u. Orgel: Panis angelicus (Caesar Franck)
Kinderchor: Noël (Traditional England)
Chor und Orgel: O Holy night (Adolphe Adam)

Chor: Still, still, still (trad./Arr.Luc Jacobs)
Kinderchor: Song of peace (Mary Donelly)

Konzert für 2 Violinen d-Moll BWV 1043, 2. Satz (J.S.Bach)

Kinderchor: Hast Du’s schon gehört? (R. Krenzer/ D. Jöckrer)
Gloria (K. Karle/ Chr. Schmit )
Chor: Tollite hostias (C. Saint-Saens)


Ausführende:
Projektchor der Neuapostolischen Kirche Bezirk Recklinghausen (Leitung: Stephan Heimrath)
Kinderchor (Leitung: Birgit Jendral und Sabine Heimrath)
Piano/Orgel: Philipp Kujath und Carsten Ruppenstein
Violinen: Jennifer Jendral und Leonie Heimrath

Fotogalerie zu diesem Bericht
 

6. Januar 2013
Text: Text: S. Glinka / Bilder: F. Glinka

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