Weil die europäischen Gemeinden in diesem Jahr an Pfingsten auf „ihren“ Stammapostel-Übertragungsgottesdienstes verzichten mussten (wegen der Zeitverschiebung, entfiel die Übertragung aus Washington), konnte der Herzenswunsch der Glaubensgeschwister Christel und Waldemar Schmidt erfüllt werden. Anlässlich ihres 60. Hochzeitstages erhielten Sie am Pfingstsonntag den Segen Gottes.
Grundlage des Pfingstgottesdienstes war das Wort aus Epheser 1, 13-14: „In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Seligkeit - in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist, welcher ist das Unterpfand unsres Erbes, zu unsrer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit.“
Zu Beginn wies Hirte Gottfried Röstel auf die Geschehnisse zur Pfingsten (Apostelgeschichte 2, 1-13) hin und führte aus, dass Heiliger Geist es möglich macht, dass jeder Mensch die Sprache Gottes verstehen kann.
Damals hatte Gott an Pfingsten sein Versprechen eingelöst und den Jüngern den Heiligen Geist gesandt. Das war Gottes Beweis der Treue. Heute spenden Apostel die Gabe Heiligen Geistes. Der Gläubige ist somit „Gottes Eigentum“ und kann „sicher“ sein. Gott achtet auf den Gläubigen und hilft in schwierigen Lebenssituationen, „wenn man aufgrund besonderer Verhältnisse nicht in den Gottesdienst gehen kann oder Schwächen der Amtsbrüder und Angriffe des Bösen erlebt“. Gott gibt alles, was der Gläubige für sein Heil benötigt. Heiliger Geist ist erfahrbar! Hirte Röstel ermunterte die Gemeinde, demütig zu sein und auf die Regungen des Herzens zu achten.
Priester Stephan Heimrath machte in seinem Mitdienen deutlich, dass der Heilige Geist eine feste Zielrichtung hat. „Er ist vom Vater ausgegangen und will wieder zum Vater zurück“. Heiliger Geist zeigt seine Auswirkung, in dem sich „der Friede des Auferstandenen in das Herz des Gläubigen legt“.
Priester Frank Fähnle wies darauf hin, dass der Heilige Geist ein ständiger Begleiter ist. Gott erwartet, dass der Gläubige davon abgibt und nicht nur an sich selbst denken soll. „Mit der Kraft, die wir haben, wollen wir andere erbauen.“
Auf besonderen Wunsch des Jubiläumpaares trug ein kleines Ensemble vor der Segenshandlung das Lied „Sieh ich breite voll Verlangen“ vor. Die eindrucksvolle Darbietung berührte die Herzen aller Zuhörer.
In seiner Ansprache an das Diamantene Paar machte Hirte Röstel auf die Besonderheit dieses Jubiläums aufmerksam. 60 Jahre mit einem Partner zusammen sein zu dürfen, wäre eine große Gnade. Schmunzelnd wies er darauf hin, „dass beide länger verheiratet seien, als er alt sei“. Er bescheinigte dem Paar, dass beide aber trotz ihres Alters in ihrem „Glaubensherzen“ ganz jung und gesund seien und gab Ihnen das Wort aus Weisheit 5, 16 an die Hand: „Darum werden sie aus der Hand des Herrn das Reich der Herrlichkeit empfangen und die Krone der Schönheit. Denn er wird sie mit seiner Rechten behüten und mit seinem Arm beschützen. Eine „Krone“ bedeute Macht. Beide hätten in ihren Ehejahren die Macht gehabt, dem anderen zu helfen und zu dienen. Gott werde weiterhin für sie sorgen und ihnen den Lohn schenken.
Der abschließende Vortrag des Instrumentalensembles unterstrich die festliche und freudige Atmosphäre dieses besonderen Pfingstsonntages.
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