Am Sonntag den 22.08.2021 fand der Jugendgottesdienst des Bezirks Recklinghausen statt. Dieses Mal - und zum ersten Mal seit fast zwei Jahren - versammelten sich die Jugendlichen nicht etwa unter freiem Himmel, sondern ganz klassisch im Kirchengebäude in Herten an der Feuerwache.
Grundlage für den Gottesdienst war ein Wort aus Johannes 15, 10: „Wenn ihr meine Gebote haltet, bleibt ihr in meiner Liebe, so wie ich meines Vaters Gebote gehalten habe und bleibe in seiner Liebe“. Vor dem Gottesdienst wurde eine Lesung aus dem Katechismus der neuapostolischen Kirche Kapitel 5.2 durchgeführt.
Priester Simon Wojto hieß die Jugendlichen herzlich willkommen und lud sie ein, sich wohl zu fühlen. Anlehnend an den zuvor in der Kirche in Herten durchgeführten Kindergottesdienst, erklärte Priester Wojto, dass Gott der Schöpfer sei. Kinder und Jugendliche stellten sich Fragen, die Jugendlichen vor allem Fragen über ihre berufliche und persönliche Zukunft. Gott wisse alles und er habe für jeden einen Platz ausgewählt.
Mit Blick auf das Bibelwort zitierte Priester Wojto Gedanken des Stammapostels Jean-Luc Schneider: die Jugend möge es nicht, wenn man mit ihnen über Gehorsam spreche. Priester Wojto veranschaulichte, dass häufig Jugendliche und auch Erwachsene Dinge anders als ihre Eltern angehen wollten. Dies sei nicht verwerflich und führe zum Fortschritt der Gesellschaft. Es gelte jedoch, das Gebot „Du sollst Vater und Mutter ehren“ zu beachten und manchmal einfach das zu tun, worum man gebeten werde.
Priester Patrick Lübeck erklärte den Jugendlichen in seinem Predigtbeitrag, dass man schon im natürlichen Leben, wenn man ein Ziel verfolge, den Weg einschlage, der zum Ziel führt. Auch im Glaubensleben verfolgten wir ein gemeinsames Ziel: die Wiederkunft Jesu Christi. So sei es wichtig, sich für Gottes Gebote zu entscheiden. Nicht aus Angst, sondern aus Liebe zu Gott.
Auch Priester Markus Arnold erklärte in seinem Predigtbeitrag, dass Gehorsam den Geboten Gottes gegenüber – die möglicherweise durch die Eltern vermittelt worden seien - nicht etwa Ausdruck einer „Gefangenschaft“ sei. Er verwies auf das Bibelwort aus Johannes 10 Vers 14 „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut was ich euch gebiete“. Ein berühmter Freund sei jemand, den man gerne vorzeige. Um in den Genuss des Privilegs der Freundschaft Jesu Christi zu kommen, gelte es, die Gebote Christi zu halten.
Priester Markus Henrich erläuterte in seinem Predigtbeitrag, dass Gehorsam auch mit „Einssein“ übersetzt werden könne. Wichtig sei vor allen Dingen die Liebe. Denn Liebe sei ein Treibstoff – und dabei sogar CO2-neutral. Denn Liebe verbrenne nicht, sondern werde immer mehr.
Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Jugendlichen herzlich unter Beachtung der geltenden Hygieneregeln auf ein Getränk und Gespräche eingeladen.
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