Seit kurzer Zeit hat die Gemeinde Oer-Erkenschwick Gemeindehelferinnen und Gemeindehelfer. Drei Schwestern und ein Bruder haben sich dazu bereit erklärt, in der Gemeinde aktiv mitzuhelfen. Eine der Schwestern ist Bärbel Gutenschwager. Die Redaktion hat ein Interview mit ihr geführt, um sie und die Aufgabe einmal vorzustellen.
Red. Liebe Bärbel, herzlichen Dank, dass du dir Zeit für dieses Interview genommen hast. Du bist seit September letzten Jahres als „Gemeindehelferin“ in der Gemeinde tätig. Erklär uns doch bitte, was diese Aufgabe umfasst.
B.G. Die Aufgabe umfasst eigentlich alles, was zur Vorbereitung der Gottesdienste gehört. Im Einzelnen beginnt es mit dem Lüften des Kirchenschiffs, der Vorbereitung des Altars, Auslegen der Gesangbücher und Aufschlagen des Bibelwortes. Dann sind die Abendmahlskelche aufzustellen und mit ausreichend Hostien zu befüllen. Wenn dann die Opferkästen aufgehängt sind, gilt es, die Geschwister am Kircheneingang zu begrüßen.
Red. Was hast du empfunden oder gedacht, als du gefragt wurdest, ob du diese Aufgabe übernimmst?
B.G. Es war für mich klar, dass ich in der Gemeinde mithelfen möchte und es waren einfach weitere Helferinnen erforderlich.
Red. Gibt es etwas, was dich bei deinen ersten Einsätzen schon etwas überrascht hat?
B.G. Überrascht hat mich mein eigenes Empfinden, als ich zum ersten Mal hinter dem Altar stand, die Bibel aufgeschlagen und die Hostien in die Abendmahlskelche gefüllt habe. Das ist für mich ein ganz besonderer Ort und Moment! Da hatte ich doch Herzklopfen und ich war auch nervös.
Red. Wie waren deine ersten Erlebnisse / Erfahrungen (auch) im Umgang mit den Geschwistern?
B.G. Einfach schön. Bei der Begrüßung der Geschwister habe ich viel positive Resonanz, Freude und Fröhlichkeit wahrgenommen.
Red. Bereitest du dich auf deinen Dienst gesondert vor?
B.G. Tatsächlich ja. Da die Aufgabe für mich noch relativ neu ist, habe ich noch meinen „Spickzettel“ dabei, um nichts zu vergessen.
Red. Dein Ehemann geht demnächst in den kirchlichen Ruhestand. Du machst aber (hoffentlich) noch weiter?
B.G. Sofern die neue Gemeindeleitung diese Aufgabe aufrechterhalten will, würde ich gerne weiter machen.
Red. Die Bedeutung und Gleichstellung der Frauen in der Kirche nimmt immer mehr zu. Ist die Gleichberechtigung in der Kirche aus deiner Sicht schon Normalität geworden oder wird das noch dauern?
B.G. Ich glaube, dass wir von Normalität noch nicht vollständig sprechen können, aber wir sind auf einem guten Weg.
Red. Die Anzahl von ordinierten Amtsträgerinnen und Amtsträgern wird aufgrund der Demografie eher ab- als zunehmen. Siehst du weitere Bereiche, die von Gemeindehelfenden auch noch übernommen werden könnten?
B.G. Weitere Bereiche sehe ich aktuell nicht, da in erster Linie die Aufgabe darin besteht, die Durchführung von Gottesdiensten sicherzustellen und die Diakone in diesem Punkt zu entlasten.
Red. Siehst du für dich eine Altersgrenze für diese Mitarbeit?
B.G. Ich denke nicht. Mitzuhelfen ist für mich nicht an eine Altersgrenze gebunden.
Red. Herzlichen Dank für die Einblicke, die du uns gegeben hast und auch Danke an dich und die anderen Gemeindehelferinnen und Gemeindehelfer. Wir sind euch sehr dankbar für den schönen Dienst, den ihr für die Gemeinde übernommen habt.
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