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Reisefreudige Gemeinde unterwegs im Museumspark Orientalis - Bericht

 

Am Donnerstag, dem 4. Juni 2015 (Fronleichnam) machten sich einige reisefreudige Hochlarmarker auf den Weg nach Nijmegen in den Niederlanden, um den Museumspark Orientalis zu besichtigen. Es handelt sich hierbei um ein Freilichtmuseum, in dem das Heilige Land nachgebaut wurde.

Wettertechnisch hätten die Prognosen nicht besser sein können: Sonnenschein bei angenehmen 20 bis 25 Grad waren vorausgesagt.
So waren am Morgen am Treffpunkt Kirche Hochlarmark alle in bester Stimmung und Vorfreude. Nach einem kurzen Gebet ging es in Fahrgemeinschaften mit den eigenen Autos auch schon los.

Am Ziel ankommen, gab es für einige erst einmal „en Kopje Koffie“, schließlich musste man ja im Nachbarland den Tag auch richtig niederländisch anfangen. Die anderen orientierten sich schon mal etwas, denn das Museumsgelände war irgendwie doch größer als erwartet.

Heutigen Wohnkomfort möchte keiner missen

Um 11:00 Uhr begann eine interessante Führung durch die verschiedenen Stationen des Museumsparks. Den Anfang machte ein jüdisches Dorf. Hier waren sich alle einig: Den heutigen Wohnkomfort möchte keiner mit den einfachen damaligen Wohnverhältnissen eintauschen. In einer kleinen Synagoge wurden einige Ausstattungsmerkmale eines jüdischen Gotteshauses erklärt. Anschließend konnte man auf einem kleinen Vorhof verschiedene Handwerker bei Ihrer Arbeit beobachten. Bei einem Seiler durften die Kinder sogar mithelfen und kräftig an der Handkurbel drehen.

Beheizter Olivenbaum

Weiter auf dem Weg gab es dann einen Garten zu bewundern. Hier verriet uns der Museumsführer, dass der dort gepflanzte Olivenbaum im Winter eine elektrische Heizung bekommt, um die mitteleuropäischen Minusgrade zu überstehen. Typische Unterstände für Hirten und ihre Schafe und Ziegen sowie eine nachgebaute Geburtsgrotte sollten einen Eindruck vermitteln, wie die Situation zu Jesu Geburt gewesen sein könnte. Ebenso war ein Zimmermannshaus zu besichtigen.

Fladenbrot als "Urform" der Pizza

Schließlich erreichten wir eine Karawanserei. Für die Kinder war dies besonders interessant, da sie sich hier mit Henna bemalen lassen konnten. Ansonsten wurde im Innenhof Fladenbrot gebacken, das anschließend alle probieren durften. „Eine Urform der Pizza“, bemerkte jemand schmunzelnd „fehlt nur noch Tomate, Mozzarella und Basilikum, dann wird es richtig lecker“.

Die nächste Station war ein arabisches Dorf, am „See Genezareth“ gelegen. Hier konnte Minztee gekostet werden. In einer nachgebauten Moschee wurde der islamische Glaube vorgestellt.

Flirtversuche mit römischen Statuen

Die Führung endete schließlich in der „Römischen Straße“. Im Palast des Pilatus konnten es zwei Hochlarmarkerinnen nicht lassen,  mit römischen Soldaten (Statuen) anzubändeln.

Auf den Stufen vor dem Palast war dann die Gelegenheit für ein Gruppenfoto. Zu besichtigen gab es außerdem ein griechisches, ägyptisches und römisches Haus. Vorgestellt wurde hier der christliche Glaube und dessen Anfänge.

Leckere Spezialitäten auf gemütlicher Sonnenterrasse

Da inzwischen alle hungrig und durstig geworden waren, kehrten wir in der „Römischen Herberge“ ein, wo der Nachmittag auf einer wunderschönen Sonnenterrasse bei orientalischen und niederländischen Spezialitäten gemütlich ausklang. Die Kinder nutzten die Gelegenheit, noch ein wenig auf eigene Entdeckungsreise zu gehen.

Am Ende stellten alle fest, dass auch dieser Tag wieder ein schönes Erlebnis in freudiger Gemeinschaft war und es wurden schon Überlegungen für den nächsten Gemeindeausflug angestellt…

weitere Fotos zu diesem Bericht
 

4. Juni 2015
Text: Text: S. Glinka / Fotos: F. Glinka

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