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Senioren reisten nach Tschechien

 

Einige Senioren der Gemeinde machten auch in diesem Jahr eine gemeinsame Reise. Diesmal ging es in die bekannten tschechischen Kurorte und nach Prag. In der Zeit vom 15. bis 19. August 2013 erlebten sie abwechslungsreiche Tage, über die der Seniorenbeauftragte Karl-Heinz Heimrath berichtet:

1. Tag:
Pünktlich um 8:00 Uhr konnten wir von der Kirche in Hochlarmark mit dem Bus abfahren. Es ging zunächst über die Autobahn Richtung Kassel. Hier machten wir die erste Pause.

Weiter ging es über Hermsdorf, Hof, Schirnding bis Sokolov. Kurz hinter Sokolov bogen wir ab nach Loket (Ellenbogen). Die Stadt liegt auf einem Granitrücken, welcher auf drei Seiten von der Eger umflossen wird, daher der Name Ellenbogen. Gegen 18.00 Uhr hatten wir unser Hotel im Stadtzentrum erreicht.

2. Tag:
Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus nach Marienbad. Die Fahrt ging bei strahlendem Sonnenschein durch Wald und Flur. Für den Besucher des Marienbades ist es nicht einfach, sich vorzustellen, dass an der Stelle, wo man heute durch wunderschöne Parkanlagen spaziert, vor rund 200 Jahren noch Urwald mit Quellen und Sümpfen war. Inzwischen ist Marienbad einer der wichtigsten und jüngsten Kurorte in Tschechien. Wir spazierten durch die Parkanlagen und kamen an die „singende Fontäne“. Diese reagiert auf Melodien und lässt Wasser entsprechend hoch und breit hochschießen. Wenige Schritte weiter waren wir an der Kolonnade, einem Säulengang mit Geschäften und Getränkestuben. Am Ausgang des Parks wurde die schöne Kulisse für ein Gruppenfoto genutzt.

Der Bus brachte uns dann nach Karlsbad. Die Stadt wurde im 14. Jahrhundert vom böhmischen König und römischen Kaiser Karel IV. gegründet. Unmittelbar nach der zufälligen Entdeckung der Thermalquellen ließ er Karlsbad erbauen. Der Kurort erfreute sich schon im 16. Jahrhundert der Gunst zahlreicher Adelsgeschlechter. Wegen einiger Naturkatastrophen blieben aus jener Zeit nur wenige Gebäude erhalten. So erwuchsen die meisten Gebäude im 18. und 19. Jahrhundert und ließen Karlsbad damals eine Blütezeit erleben.

Man kommt an vielen sprudelnden Quellen vorbei. Die Mühlbrunnenkolonnade ist 132 Meter lang. Das von 124 Säulen getragene Dach schützt einen Orchesterraum und fünf Mineralquellen. Die Balustraden der Dachterrassen schmücken 12 Statuen, welche die zwölf Monate im Jahr symbolisieren. Ein Mineralwassergeysir beeindruckte mit einem bis zu zwölf Meter hohen Strahl. Leider reichte die Zeit nicht, um sich alles ansehen zu können.

Zum Abendessen im Hotel gab es eine Überraschung. Wir wurden mit Musik und Gesang zu Tisch geleitet. Ein Trio spielte auf und zwei Tanzmariechen hielten uns (Männer) vom Essen ab.

3. Tag:
Heute ging die Fahrt in die „Goldene Stadt“ Prag. Sie gilt als eine der schönsten Europas. Wir spazierten vom Busbahnhof in die Altstadt, wo man gotische Wege, geschwärzte Steinfassaden, Bögen, Kirchen und Renaissancegebäude bewundern konnte. Weiter ging es über den Altstadtmarkt mit einer mittelalterlichen astronomischen Uhr zur Moldau. Viele Brücken verbinden die Stadteile. Die Karlsbrücke zählt zu den ältesten Steinbrücken Europas. Zahlreiche Heiligenfiguren säumen die Ränder der Brücke. Die bekannteste ist diejenige des Heiligen Jan Nepomuk, der an dieser Stelle in die Moldau geworfen wurde.

4. Tag:
Am Sonntag fuhren wir nach dem Frühstück zur Kirche in Neudek zum Gottesdienst. Die kleine Gemeinde erwartete uns und begrüßte uns ganz herzlich. Mit unseren Sängerinnen und Sängern haben wir zur musikalischen Umrahmung des Gottesdienstes beigetragen.

Danach sind wir mit dem Bus auf den Fichtelberg gefahren. Auf seiner nördlichen Seite liegt Oberwiesenthal – die höchste gelegene Stadt Deutschlands. Im Fichtelberghotel haben wir zu Mittag gegessen und von der Höhe die Natur bestaunt. Dann fuhren wir durch das nördliche Erzgebirge zurück zum Hotel in Loket.

5. Tag:
Nach dem Frühstück ging es wieder zurück nach Hochlarmark. Dort sind wir um 17:30 Uhr schließlich angekommen, alles hat wunderbar geklappt.
 

24. August 2013
Text: K.-H. Heimrath

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