Auf diesen Tag haben die beiden schon lange gewartet. Am Sonntag, dem 13. Mai 2012 war es dann endlich soweit. In einem feierlichen Gottesdienst, den der Vorsteher, Hirte Dimek gehalten hat, legten Celina und Leonie ihr Konfirmationsgelübde ab. Sie gelten nun als mündige Christen in der Neuapostolischen Kirche.
Als Grundlage für diesen Gottesdienst diente ein Textwort aus Sprüche 11, Vers 27 „Wer nach Gutem strebt, trachtet nach Gottes Wohlgefallen; wer aber das Böse sucht, dem wird es begegnen.“ Bevor der Vorsteher auf das Bibelwort einging, hieß er zunächst die Konfirmandinnen besonders willkommen. Er versicherte, dass die ganze Gemeinde hinter ihnen stehen, den Rücken stärken und das Wohlgefallen Gottes wünschen würde. Wer sich dem Herrn öffnet, darf erleben, dass er sich ihm nahen würde. Im weiteren Verlauf der Predigt nannte der Hirte einige Punkte, wie man nach dem Wohlgefallen Gottes trachten könne. Er riet dazu, unter sein Wort zu kommen und sich danach auszurichten, bei Entscheidungen nach dem Willen Gottes zu fragen, seine Nähe im Gebet zu suchen und nach dem Segen Gottes zu trachten.
Das Böse dagegen wäre nicht immer so leicht erkennbar. Man sollte genau abwägen, was mit dem Willen des Herrn nicht vereinbar wäre und gegen die Sünde ankämpfen.
Dankbar nicht nur am Muttertag
Da an diesem Sonntag Muttertag war, ging der Vorsteher auch hierauf noch kurz ein. Nicht nur an diesem Gedenktag, sondern generell wären wir unseren Müttern dankbar für die mütterliche Liebe, die die Kinder prägt.
Priester Heimrath bemerkte in seinem Predigtbeitrag, dass es in der heutigen „Zeit des Wertewandels“ nicht immer leicht wäre, gut und böse zu unterscheiden. Als Hilfestellung könnte dienen, dass Gutes zu Gott führen würde und Böses von Gott trennt. Wenn es auch im Leben nicht immer gelingt, sich für das richtige zu entscheiden, so würde unterm Strich zählen, dass wir uns ehrlich und aufrichtig bemüht haben.
Einladung: Mischt euch unter die Gemeinde
Auch Priester Golm, als zukünftiger Jugendleiter für Celina und Leonie, wurde noch um ein paar Worte gebeten. Er machte darauf aufmerksam, dass wir im Glauben keine Einzelkämpfer wären und lud die beiden ein: „Mischt euch unter die Gemeinde!“
Die Konfirmationshandlung begann mit dem Vorlesen des Briefes von Stammapostel Leber an die Konfirmandinnen. Nun kam der Augenblick, an dem Celina und Leonie zum Altar kommen durften. Musikalisch begleitet wurden sie dabei durch ein Quartett. In seiner herzlichen Ansprache machte der Vorsteher deutlich, dass das Konfirmationsgelübde nicht einem Menschen gegeben würde, sondern unserem himmlischen Vater. Bei der Taufe hätten dieses Versprechen zunächst die Eltern gegeben. Nun würden sie die Verantwortung selbst übernehmen. Der Herr würde sich darüber freuen und ihnen das für sie Gute geben.
Nachdem Celina und Leonie das Konfirmationsgelübde gesprochen hatten, wurde ihnen der Segen gespendet. Danach bat der Vorsteher die beiden, sich einmal zur Gemeinde umzudrehen und bemerkte schmunzelnd: „Das ist die Gemeinde, die euch den Rücken stärkt."
Überraschungen der Kinder
Als gemeinsames Schlusslied hatten die Kinder und ihre Lehrkräfte etwas vorbereitet. Der Kanon „Lasst uns miteinander“ wurde zunächst von den Kindern vorgestellt und anschließend mit der Gemeinde zusammen gesungen.
Während die beiden Konfirmandinnen nach dem Gottesdienst viele liebe Glück- und Segenswünsche und Geschenke von Familie, Freunden und der Gemeinde entgegennahmen, hatten die Kinder an diesem Sonntag noch eine Überraschung zum Muttertag: Es wurden kleine Herzchen mit Schokokäfern an alle weiblichen Gottesdienstteilnehmerinnen verteilt.
Feiern und erste Termine in der Jugend
Alle Besucher waren anschließend von den Konfirmandinnen und ihren Familien noch zu Kaffee, Kuchen, Sekt und Saft eingeladen, bevor dann im „kleineren“ Familienkreis individuell weitergefeiert wurde.
Für Celina und Leonie beginnt nun die Jugendzeit, auf die sie sich schon so lange gefreut haben. Und die ersten Termine stehen auch schon auf dem Kalender: Gleich in der kommenden Woche geht es auf Jugendfahrt zum „Teufelsfels“ und im Juni findet für die „frischgebackenen Jugendlichen“ der erste Jugendtag statt, zu dem die Jugendlichen aus ganz NRW eingeladen sind. Bei allen Aktivitäten wünscht die Gemeinde ihnen viel Freude und Segen!
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