Das „Licht“ zog sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst, den Apostel Wilhelm Hoyer am Mittwochabend, dem 13. Oktober 2010 in Hochlarmark hielt.
Es begann mit dem Textwort aus Lukas 8, Vers 16: „Niemand aber zündet ein Licht an und bedeckt es mit einem Gefäß oder setzt es unter eine Bank; sondern er setzt es auf einen Leuchter, damit, wer hineingeht, das Licht sehe“, setzte sich fort in der Predigt des Apostels und fand sich auch immer wieder in den Liedtexten des Gemeindegesangs oder des Chores.
Nach einem Grußwort, in dem Wilhelm Hoyer um „Vertrauensvorschuss“ für unseren himmlischen Vater warb, ging er auf das vorgelesene Bibelwort ein. Er erzählte zunächst von einer religiösen Gemeinschaft in einem anderen Land, in der jedes Mitglied eine Öllampe bekommen würde, die er sein Leben lang behalten dürfte und jedesmal zum Gottesdienst mitbringen würde. Dann würde die Kirche hell leuchten, wenn viele Teilnehmer gekommen wären, aber es wäre etwas dunkler, wenn welche fehlen würden. „Ein schönes Bild“, so der Apostel. „Jedes Gotteskind sollte Teil des Lichtes repräsentieren und ausstrahlen.“
Dann erläuterte er, welche „Lichter“ im Textwort gemeint seien und mit welchen „Gefäßen“ diese bedeckt werden könnten: Der Glaube könnte durch Zweifel beschattet werden, die Liebe durch Egoismus, das Vertrauen in der Hoffnung zu Gott durch den Gedanken „Mein Herr kommt noch lange nicht“ und die Freude durch Ärger und unangebrachte Kritik. Dazu gab er dann einige Hinweise, wie man dieses vermeiden könnte.
Nach einem weiteren Liedvortrag des Chores, bat der Apostel den Vorsteher aus der Gemeinde Oer-Erkenschwick-Nord, Priester Jürgen Nagel, um ein paar Worte. „Denn aus Altersgründen wird Priester Nagel Ende des Jahres in den Ruhestand gehen“, verriet er. Der Vorsteher aus der Nachbarstadt nahm Bezug auf die olympische Flamme, die aus Griechenland an den jeweiligen Austragungsort der olympischen Spiele getragen wird und nicht ausgehen darf. „Auch unsere Flamme soll brennen, bis wir unser Glaubenszielerreicht haben“, so Jürgen Nagel.
Bezirksevangelist Jörg Jendral wurde ebenfalls an den Altar gerufen. Er verglich das Wirken des Apostels mit einer Sauerstoffzufuhr für eine Flamme. Außerdem riet er dazu, das geistliche Licht im Alltag nicht auszumachen, sondern in unserer Umgebung auszustrahlen.
Nach dem Gottesdienst verabschiedete sich der Apostel von allen Gottesdienstbesuchern. Dabei nutzten einige der Kinder die Gelegenheit, sich ein paar Grußworte ins Gesangbuch schreiben zu lassen.
Soviel „Licht“ in einem Gottesdienst hatte auch seine Auswirkung. Einige Gemeindemitglieder meinten nach dem Erlebten augenzwinkernd, dass sie den Eindruck gehabt hätten, dass es heute Abend in der Kirche viel heller als sonst gewesen wäre. Aber vielleicht war es ja auch nur das Blitzlicht unseres Fotografen…?
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