Kammerorchester Köln/Bonn zu Gast in Recklinghausen
Es ist heute der Tag, dem sowohl unsere Gemeinde als auch die Geschwister des Kammerorchesters Köln/Bonn seit langer Zeit entgegen fieberten. Seit jenem Wochenende im April 2018, als das Kammerorchester erstmals in unserer Gemeinde gastierte, wurden immer wieder nachhaltige Erinnerungen an die seinerzeit im wahrsten Wortsinn harmonischen gemeinsamen Stunden miteinander ausgetauscht. Aus allen Herzen erwuchs der Wunsch, dieses Erlebnis zur Basis einer zukünftigen Tradition zu erheben.
Und da ist er wieder, dieser magische Moment: Chor und Orchester intonieren gemeinsam vor dem Gottesdienst: „ Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen…“
Unser Bezirksältester Raimund Gauert beginnt den Gottesdienst mit Gedanken unseres Bezirksapostels vom vergangenen Sonntag, der mit dem Wort aus Jeremia 17,7.8 den Geschwistern gedient hatte: „Gesegnet ist der Mann, der sich auf den Herrn verlässt. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt“. Wir mögen auch dann auf Gottes Wort vertrauen, wenn es gegen unsere Erfahrungen spricht, uns die Hoffnung auf die Gnade Gottes erhalten und mutig durch die Zeit gehen, auch wenn diese einmal von Bedrängnis gekennzeichnet ist.
Nach einem weiteren Musikbeitrag von Chor und Orchester leitet unser Bezirksältester auf das Tageswort über: Johannes 6,51: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch – für das Leben der Welt“ In eindrücklicher Weise schildert unser Bezirksältester den biblischen Zusammenhang zwischen der Speisung der Fünftausend und seinem späteren Opfertod. Jesus spricht von seinem Leib als dem lebendigen Brot und weist über dieses Sättigungsmahl hinaus bereits auf das für die Gemeinschaft mit ihm unverzichtbare Heilige Abendmahl hin.
Hirte Röstel und Priester Fähnle werden nach jeweils eindrücklichen Musikvorträgen zu weiteren Wortbeiträgen gerufen.
Der Inhalt dieser zusätzlichen Predigtteile wird durch Chor und Orchester fulminant beantwortet: „Halleluja, denn der allmächtige Gott hat sein Reich eingenommen…“
Mit der Feier des Heiligen Abendmahles, Gebet und Segen endet dieser denkwürdige Gottesdienst.
Nach einer kurzen Kaffeepause verwöhnt das Kammerorchester alle verbliebenen Musikfreunde mit einem ausdrucksvollen Querschnitt aus seinem Konzert-Repertoire. Mit Werken diverser klassischer und zeitgenössischer Komponisten über „Solveigs Lied“ von Edvard Grieg bis zu Beethovens 5. Sinfonie sowie solistischen Einlagen von Querflöten und Violinen - jeweils mit präziser Cembalo-Begleitung - überzeugt das Orchester sowohl mit sensibler als auch vehementer Interpretation und wird mit stehenden Ovationen verabschiedet.
Dieses erneute wunderbare Erleben sollte sich wirklich zu einer Tradition entwickeln….
27. Mai 2019
Text:
J-P.K.
Fotos:
F.S.
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