Seit dem 15.06.2025 hat der Bezirk Recklinghausen mit Priester René Pläster einen neuen Bezirksvorsteher. Ein schöner Anlass, ihn einmal ein wenig näher vorzustellen. Die Internetredaktion hat mit ihm ein Interview geführt:
Red.: Lieber René, wir möchten dich als unseren neuen Bezirksvorsteher einmal den Geschwistern etwas näher vorstellen und haben dazu ein paar Fragen vorbereitet
- Zunächst, wann und wo wurdest du geboren?
R.P. Ich wurde am 30.08.1985 in Marl geboren und bin aktuell also 39 Jahre alt.
- Red.: In welcher Gemeinde bist du aufgewachsen und konfirmiert worden?
R.P.: Aufgewachsen und konfirmiert worden bin ich in der Gemeinde Marl-Brassert.
- Red.: Welche schul- und berufliche Laufbahn hast du genommen?
R.P.: Ich habe an einem Gymnasium in Marl 2005 das Abitur gemacht. Im Anschluss daran habe ich Industriekaufmann gelernt und später noch meinen Abschluss als Wirtschaftsfachwirt gemacht.
- Red.: Was machst du heute beruflich?
R.P.: Ich arbeite als Geschäftsführer eines kleinen Homecare-Unternehmens.
- Red.: Was wolltest du als Kind (beruflich) werden?
R.P.: Dino-Forscher, ich war der festen Überzeugung, ich könnte im Garten allerhand Arten ausgraben, die noch nie jemand gefunden hatte. Ich fand´s großartig! Gefunden habe ich leider nie etwas.
- Red.: Du bist verheiratet?
R.P. : Ja, seit 2010 bin ich mit meiner Frau Nina verheiratet. Wir haben einen 9-jährigen Sohn und gerade ist noch ein kleines Mädchen unterwegs, welches, so Gott will, im August geboren wird.
- Red.: Was sind deine Hobbys?
R.P.: Musik! Ich singe – zum Leidwesen meiner Familie – für mein Leben gern. Dazu koche ich gerne, obwohl ich mir dafür viel zu wenig Zeit nehme. Seit einiger Zeit habe ich auch das Radfahren wieder für mich entdeckt. Ich lese viel und höre mir – da ich viel im Auto unterwegs bin – Podcasts an. Da kann ich besonders den christlichen Podcast „Worthaus“ mit den Vorträgen der Theologen Prof. Dr. Siegfried Zimmer und Prof. Dr. Thorsten Dietz empfehlen. Hochinteressant.
- Red.: Was ist dein Lieblingsgericht?
R.P.: Man sieht mir an, dass ich sehr gerne esse und nicht nur eine Antwort habe. Darf ich drei nennen? Japanische Ramen, die Rouladen meiner Mutter und der Sauerbraten meiner Schwiegermutter.
- Red.: Lieber Wein oder lieber Bier?
R.P.: Ganz klar: Veltins!
- Red.: Bist du Fußballfan? Falls ja, welcher Verein?
R.P.: Nur der FC Schalke 04!
- Red.: Welche Art von Musik hörst du gerne?
R.P.: Eine bunte Mischung wie z. B. Barbershop, Chorliteratur, Spirituals & Worship und ja, ich bin großer Queen und Billie Eilish Fan.
- Red. Welche Art von Urlaub machst du mit deiner Familie?
R.P.: Wir waren immer begeisterte Wohnwagen-Camper. Nach Corona haben wir damit ein wenig ausgesetzt. Unsere Urlaubsziele sind gerne am Meer in den Niederlanden oder Dänemark.
- Red.: Hast du ein bestimmtes Lebensmotto?
R.P.: Nein, ein bestimmtes Lebensmotto habe ich nicht, es wechselt jedes Jahr. In diesem Jahr ist es „Es ist Zeit, Gutes zu tun!“
- Red.: Mit wem möchtest du gern mal essen gehen?
R.P. Ich würde wirklich gern mal mit unserem Bezirksapostel Pöschel auf Schalke eine Currywurst essen gehen. Die würde ich ihm auch ausgeben, wenn er freiwillig mitkommt.
Gäbe es die Möglichkeit, hätte ich gerne einmal mit Dietrich Bonhoeffer zu Abend gegessen, sein Mut und seine Werke haben mich geprägt.
- Red.: Wer ist für dich ein Held?
R.P.: Jesus Christus ist ein Held! Das soll jetzt bitte nicht als „fromme Antwort“ verstanden werden. Er ging, für die Zeit, in der er lebte, absolut unkonventionelle, stark progressive und provozierende Wege, um das zu tun, was nötig und wichtig war. Er wandte sich bewusst denen zu, von denen sich die Gesellschaft lieber abgewendet hat und stellte Tradition und Kultur hinten an, um Gutes zu tun und Großes zu vollbringen.
- Red.: In welchen Gemeinden warst du bislang in welcher Funktion tätig?
R.P.: Im Jahr 2008 bin ich zum Diakon für die Gemeinde Marl Brassert ordiniert worden. 2010 wurde ich dort Priester und im Jahr darauf Bezirksjugendleiter. 2018 wurde ich zum Vorsteher der Gemeinde Recklinghausen-Nord beauftragt. Im Jahr 2022 beauftragte mich Bezirksapostel Pöschel, damals noch unser Apostel, zusätzlich als Vorsteher für die Gemeinde Recklinghausen.
An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass meine Frau und ich die Entscheidungen für diese Aufgaben immer zusammen als Familie getroffen haben. Sie war mir immer ein starker Rückhalt und meine Beraterin. Sie hat mich gestärkt und mir immer den Rücken freigehalten. Für mich ist sie ein Vorbild, denn ohne sie, hätte ich wohl keine dieser Aufgaben ausführen können!
- Red.: Hast du eine Lieblingsstelle in der Bibel?
R.P.: Nein, es sind mehrere. Eine Bibelstelle, die ich gerne allen als Lektüre empfehlen möchte, ist die Geschichte von Jakob und Esau im 1. Mose ab dem 27. Vers.
- Red.: Wer ist für dich persönlich ein Vorbild?
R.P.: Meine Eltern! Es gibt dieses schöne Bild, was wir als Eltern unseren Kindern geben sollten, und zwar Wurzeln und Flügel. Heute kann ich sagen, dass meine Eltern mir starke Wurzeln gegeben haben, die mir Sicherheit und Stabilität gaben. Zur richtigen Zeit haben Sie mir aber ermöglicht selbstständig zu sein und meine eigenen Entscheidungen zu treffen, wichtige Erfahrungen und natürlich auch Fehler zu machen. In allem waren sie aber immer für mich da, dafür bin ich ihnen sehr dankbar!
- Red.: Was sind (aus deiner Sicht) deine persönlichen Stärken?
R.P.: Ich glaube, dass ich gut zuhören und auf Menschen eingehen kann. Gerade als Geistlicher ist es wichtig Empathie zu zeigen und eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen. Ich gebe mir große Mühe mit Offenheit, Wertschätzung und Respekt auf die Bedürfnisse und Sorgen meines Umfelds einzugehen.
- Red.: Was deine Schwächen?
R.P.: Wie man an dem Interview sieht, ist eine meiner Schwächen in jedem Fall, dass ich mich schriftlich nicht wirklich kurzfassen kann. (lacht!) Es ist für mich manchmal eine Herausforderung, mich nicht zu sehr in Details zu verlieren und das große Ganze im Blick zu behalten. Daran versuche ich zu arbeiten.
Ach ja: Nussecken! Nussecken gehören definitiv zu meinen Schwächen! (lacht!)
- Red.: Wo siehst du dich heute in 10 Jahren?
R.P.: Wenn ich dem Bezirk bis dahin noch als Bezirksvorsteher dienen darf, würde ich mir wünschen, dass wir bis dahin viele schöne Impulse und Meilensteine in und für unseren Bezirk geschaffen haben. Ich sehe mich umgeben von jungen Schwestern und Brüdern, die mit ihren Familien bereit sind Verantwortung zu übernehmen. Weiterhin wünsche ich mir, dass wir unserem großen Ziel weiterhin mit Freude, Begeisterung und froher Erwartung entgegengehen.
- Red.: Hast du für dich schon einen Arbeitsschwerpunkt als Bezirksvorsteher festgelegt?
R.P.: Die brauche ich gar nicht festlegen, die stehen – Gott sei es gedankt! – schon fest. Lassen wir erstmal die organisatorischen Aufgaben bei Seite, die sicherlich erforderlich und sehr wichtig sind. Die Verkündigung einer verständlichen, zusprechenden und begeisternden Botschaft Jesu Christi und die Seelsorge sind sicherlich die wichtigsten Schwerpunkte. Ich habe sehr großen Respekt von dieser Aufgabe und möchte sie mit unserem großen Gott und nach bestem Wissen und Gewissen ausführen. Ich habe das große Glück, dass ich tolle Vorangänger*innen in allen Gemeinden habe. Auch im Kreis der Vorsteher und ihrer Vertreter sind Männer und jetzt auch eine Frau, zu denen ich offenen Herzens aufschaue. Unser Bischof Michael Eberle, unser Apostel Carsten Denker und unser Bezirksapostel Stefan Pöschel gehen uns ebenfalls als wunderbare Vorbilder voran. Ich darf diese Aufgabe auch zusammen mit Bezirksevangelist Wagner und Priester Linke wahrnehmen, von denen ich sicherlich viel lernen werde. Der Bezirksvorsteher ist sicherlich kein Einzelkämpfer, der „den Hut aufhat“. Klar, es müssen auf Bezirksebene gewisse Entscheidungen getroffen werden. Aber Kirche gestalten wir alle zusammen! Unserem Ziel gehen wir alle gemeinsam entgegen. Umringt von den Geschwistern der Gemeinden, den Ämtern und unseren Vorangänger*innen – was soll da schiefgehen?
Lieber Rene, lieber Bezirksvorsteher, herzlichen Dank, dass du dich den vielen Fragen gestellt hast. Wir wünschen dir und deiner Familie zuallererst, dass euer Töchterchen im August gesund zur Welt kommt und eure Familie komplett macht. Für deine neue Aufgabe wünschen wir dir Freude, Kraft und Gesundheit und dazu eine gesegnete Entwicklung im Bezirk.
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