Ilse und Walter Reinhardt am 13.Februar 2008 in der Seniorenresidenz Gertrudenau in Herten-Scherlebeck. Den Segen zu diesem Jubelfest spendete Apostel Christian Schwerdtfeger, der von Bischof Joachim Schwerdtfeger begleitet wurde. Ein kleiner Chor und viele Gäste gaben der Feier einen würdigen und ausdrucksvollen Rahmen.
Ilse und Walter Reinhardt gaben sich das Ja-Wort am 13. Februar 1943. Damals bezeichnete man das noch als sog. Kriegstrauung. Die kirchliche Trauung fand im Elternhaus von Ilse Reinhardt statt. Der evangelische Pfarrer gab damals dem Brautpaar ein Bibelwort aus Josua 24, Vers 25: „Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen“, mit auf ihren gemeinsamen Weg.
Apostel Christian Schwerdtfeger stellte resümierend in seiner Ansprache zur eisernen Hochzeit, dass sich dieses Wort für das Jubelpaar restlos erfüllt habe.
Kennengelernt haben sich die beiden während der gemeinsamen Schulzeit auf dem Hertener Gymnasium.
Walter Reinhardt trat nach dem Abitur in die Wehrmacht ein. Am Ende des 2.ten Weltkrieges konnte er als einer der letzten Offiziere verwundet Stalingrad verlassen.
Ilse Reinhardt war nach dem Studium als Pädagogin an einer Schule in Ostpreußen tätig. Während eines gemeinsamen Urlaubes im Februar 1943 schlossen sie den Bund der Ehe, aus der zwei Söhne, fünf Enkelkinder und vier Urenkel hervorgingen.
Während Walter Reinhardt im Bergbau seinem Tagewerk nachging, war Ilse Reinhardt nach der Kindererziehung wieder als Lehrerin tätig.
Sie unterrichtete an einer Schule die neuapostolischen Kinder im Religionsunterricht. Es war zum damaligen Zeitpunkt die einzige Schule in NRW, in der ein gesonderter Unterricht für neuapostolische Kinder durch das Kultusministerium erlaubt war.
Christian Schwerdtfeger ging dann auf die weiteren Stationen im Leben unseres Jubelpaares ein und würdigte noch einmal ausdrucksvoll den Einsatz von Walter Reinhardt als Gemeindevorsteher der Gemeinde Herten in der Zeit von 1970 bis 1983.
Anschließend spendete er dem Jubelpaar den Segen zu ihrer eisernen Hochzeit, und dann mussten unsere „Eisernen“ ganz viele Hände drücken und viele Glückwünsche entgegennehmen.
Nach gemeinsamen Kaffeetrinken und schönen Gesprächen brach man dann rechtzeitig auf, denn am Abend hielt der Apostel mit dem Bischof zusammen einen Gottesdienst in der Gemeinde Herten.
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