Vor dem Beginn des Gemeindegottesdienstes am 03. Februar 2019 in Recklinghausen-Nord wurde die Geschichte des Jüngling zu Nain gelesen. Dieses wurde durch eine Präsentation passend illustriert.
Priester Rene´Pläster (Vorsteher Gemeinde Recklinghausen-Nord) diente nach dem Wort aus
Lukas 7,12.13:
"Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der der einzige Sohn seiner Mutter war, und sie war eine Witwe; und eine große Menge aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sah, jammerte sie ihn, und er sprach zu ihr: Weine nicht!"
Die Begegnung Jesu in Nain
In der Begegnung Jesu in Nain, wo er einen jungen Mann wieder zum Leben erweckt, sind mehrere Sachen sehr außergewöhnlich. Der Gruppe um Jesus Christus kommt ein Trauerzug entgegen. Hier heisst es, als Jesus die Frau sah „jammerte es ihn", dass heißt er war von ihrem Leid tief bewegt. In den damaligen Strukturen war das Leben einer Witwe, welche eh schon gesellschaftlich sehr schlecht gestellt war, durch den Tod des Sohnes noch aussichtsloser. Witwen und Waisen im dieser Zeit standen am Rande der Gesellschaft und hatten oftmals ein sehr schweres und bedauerliches Leben. Jesus war Jude. Der jüdische Glauben verbot es, einen toten Körper zu berühren. Wer einen unreinen Leichnam berührte, der zuvor nicht rituell gewaschen wurde, war ebenfalls 7 Tage unrein.
Was würde Jesus tun?
Recht oft fragen wir uns im Alltag: „Was würde Jesus jetzt tun?!" Mit der Begebenheit haben wir ein sehr anschauliches Beispiel, wie Jesus gewirkt hat, was für ihn wichtig und unwichtig war und was ihn angetrieben hat! Jesus sieht das Leid von jemandem, der gesellschaftlich am Rande steht, benachteiligt ist, nicht mehr so recht „ins System passt". Entgegen allen Ansichten, entgegen aller gesellschaftlicher Norm fühlt er nicht nur mit, sondern handelt aus tiefer Bewegung und Liebe, ohne vor eventuellen Sanktionen oder misstrauischen Blicken zurück zu schrecken. Wir wollen genauso vorurteilsfrei helfen, dort wo Hilfe notwendig ist. Wir wollen uns in Zukunft noch mehr Mühe geben, auf Geschwister in der Gemeinde zu achten, die vielleicht so ein wenig am Rand stehen. Weiterhin sind wir bestärkt noch offener, gelassener und ruhiger dem Nächsten gegenüber zu werden.
Sehendes Herz
Die Kinder der Gemeinde hatten sich in der Sonntagsschule auch mit diesem Thema beschäftigt und etwas gebastelt. So befestigten sie am Altar ein "sehendes Herz". Anschließend wurden wir mit einer Geschichte dazu aufgefordert mit "sehendem Herzen" durch unsere Leben zu gehen.
Gemeinschaft
Wie immer in guter Gewohnheit war der Tisch gedeckt. Wer wollte konnte zugreifen. Mit einem Kaffee ließ es sich in harmonischerm Miteinander verweilen.
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