Für Palmsonntag hatte Apostel Denker seinen Besuch in der Gemeinde Haltern angekündigt. Schon vor dem Gottesdienst war bekannt, dass die Geschwister Littek darin den Segen zu ihrem goldenen Hochzeitsjubiläum erhalten sollten. Der Apostel hatte aber noch weitere großartige Geschenke "im Gepäck". Bischof Thomas Wiktor begleitete ihn und zusätzlich wurde für die Gemeinde Haltern eine Priesterin und eine Diakonin ordiniert.
Den Einstieg in den Gottesdienst gestaltete der Kinderchor mit dem Lied "Ich habe Freude, Liebe und Frieden zu verschenken". Der Apostel griff diesen Vortrag auf und erklärte der Gemeinde, dass er zuvor gar nicht so recht wusste, wie er den Gottesdienst beginnen solle. Dies haben ihm die Kinder mit ihrem Lied abgenommen. Diese Geschenke an Freude, Liebe und Frieden werden alle gerne annehmen.
Passend zum Palmsonntag legte der Apostel dem Gottesdienst das Wort aus Matthäus 21, Verse 10 und 11 zu Grunde:
Und als er in Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt und sprach: Wer ist der? Das Volk aber sprach: Das ist der Prophet Jesus aus Nazareth in Galiläa.
Wie bei kirchlichen Feiertagen üblich, erfolgte eine Bibellesung zum Palmsonntag aus dem Evangelium nach Matthias, Kapitel 21, Verse 1-11
Der Apostel führte aus, dass Jesus als König in Jerusalem einzog. Äußerlich wirkte er nicht danach, da er weder königlich gekleidet war und auch auf einem Eselsfüllen ritt. Trotzdem wurde er begeistert empfangen und es war eine freudige Stimmung. Erwartete das Volk seinerzeit doch einen Nachfolger des ehemaligen großen Königs David, der wie er macht- und kraftvoll herrschen und das Volk befreien und wieder zu Stärke und Ruhm führen sollte.
Bezogen auf unsere heutige Situation stellte der Apostel die Frage: Was ist Jesus für dich heute?
Ist er die historische Figur, die einmal gelebt hat und gekreuzigt wurde?
Was ist er für uns heute ganz konkret? Er ist uns Sohn Gottes, Herzensbräutigam und bester Freund.
Ein bester Freund ist für uns nicht jeder. Das ist eine ganz besondere Verbindung, in der man, ohne sich zu schämen, offen alles sagen kann. In solch einer Freundschaft vertraut man sich uneingeschränkt und unterstützt sich gegenseitig.
Solch eine Verbindung wollen wir zu unserem Herrn Jesus haben, zu dem, dem wir in allen Dingen vertrauen, der uns in allen Bereichen unseres Lebens begleitet und den wir von Herzen liebhaben dürfen.
In einem Predigtbeitrag beschrieb Bischof Wiktor, dass er beim Gesang der Kinder festgestellt habe, dass die Dirigentin den Kindern signalisierte, freudig zu schauen. Obwohl er die Kinder selbst gar nicht sehen konnte, merkte er, dass sofort danach in der Gemeinde ein Lächeln über die Gesichter der Zuhörenden ging. Ein Lächeln zu verschenken, Liebe auszustrahlen, das tut gut und zeigt sofort Wirkung. Das erleben wir im Gottesdienst mit unserem großen Freund Jesus.
Nach der sakramentalen Abendmahlsfeier eröffnete der Apostel der Gemeinde, dass die Diakonin Kerstin Ohem ins Priesteramt und Schwester Yvonne Kneisel in das Diakoninnenamt ordiniert werden sollen.
Er bat die beiden Schwestern vor den Alter. Vorbereitend zu der Handlung sang der Chor das Lied "Mit dem, Herrn fang alles an". Apostel Denker griff den Gedanken auf und erklärte, dass dies genau der richtige Start in eine neue Aufgabe im Werke Gottes sei, alles sofort mit dem Herrn zu beginnen. Und für die Zukunft zu beachten, dass alle gut gelungene Dienste im Haus des Herrn nicht das Ergebnis eigenen Vermögens sondern der Hilfe Gottes sind.
Knieend empfingen die beiden Schwestern jeweils ihr geistliches Amt und die dazu gehörenden Vollmachten.
Mit seinen Glück- und Segenswünschen an die beiden äußerte der Apostel seine Freude für die Gemeinde Haltern und fügte augenzwinkernd hinzu, dass er die beiden Amtsschwestern am liebsten gleich mitnehmen würde.
Und noch einmal trug der Chor ein Lied zu einer Segenshandlung vor: "Betende Hände braucht unsere Zeit".
Die Geschwister Ursula und Diakon i.R. Jürgen Littek traten vor den Altar, um den Segen zu ihrem goldenen Hochzeitsjubiläum zu erhalten.
Auch dies griff Apostel Denker auf: Miteinander und füreinander beten war sicher ein Rezept, was ihr beide in eurer 50jährigen Ehe benutzt habt, so der Apostel, denn die Lebenserfahrung zeigt, dass es über solch einen langen Zeitraum nicht nur gute Tage gegeben hat. Er kündigte den Jubilaren an, dass sie nun nicht eine Auffrischung ihres Segens der grünen Hochzeit erhalten würden, weil dieser schon etwas abgenutzt und verbraucht sei, sondern sie erhielten einen ganz frischen Segen von Gott.
Mit Gebet spendete der Apostel daraufhin den Geschwistern den Segen zu ihrem besonderen Ehejubiläum.
Nach Beendigung des Gottesdienstes mit Gebet und Segen, gab es noch ein besonderes "Highlight": Das musikalisch Schlussstück wurde auf einer Harfe vorgetragen. Die in unseren Gottesdiensten eher unbekannten Klänge schufen eine ganz besondere Atmosphäre. Apostel Denker ordnete das nach dem Vortrag wie folgt ein: Harfe ist halt ein Instrument des Himmels!
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