Am 30. August 2026 trafen sich die Kinder im Bezirk Recklinghausen zum Kindergottesdienst zum Schulauftakt in Herten-Westerholt.
Ein buntes Warm-up zum Schulstart
Rund um den bevorstehenden Schul- und Kindergartenstart wurde zunächst gemeinsam überlegt: Worauf freuen wir uns? Was macht uns vielleicht Sorgen? Und was kommt im neuen Schuljahr auf uns zu?
Mit einer Bildergeschichte rund um die kleine Maus Leo wurden die Fragen besonders für die jüngeren Kinder anschaulich gemacht. Die Maus erlebt dabei verschiedene Situationen eines neuen Tages: Aufstehen, Frühstücken, Anziehen und schließlich den Weg zur Kita. Dabei zeigte sich auf kindgerechte Weise, dass ein neuer Start manchmal mit Freude, aber auch mit einem mulmigen Gefühl verbunden sein kann.
Als Bibelwort stand die Zusage aus Josua 1,9 im Mittelpunkt: „Sei getrost und unverzagt! Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“
Schwere Steine und leichte Dinge – was tragen wir mit?
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand anschließend ein besonderer Schulranzen. Gemeinsam wurde überlegt, was Kinder auf ihrem Weg durch den Schulalltag alles „mittragen“ müssen. Sorgen, Angst vor Arbeiten, Mobbing, Streit, Unsicherheit oder das Gefühl, etwas nicht zu schaffen, können wie schwere Steine sein, die den Ranzen immer schwerer machen.
Dazu wurden beschriftete Pflastersteine in den Schulranzen gelegt. Die Kinder konnten erleben, wie schwer so ein Ranzen werden kann, wenn immer mehr Sorgen und Belastungen dazukommen.
Was kann helfen, damit der Rucksack leichter wird?
Gemeinsam wurde überlegt: Man kann Dinge herausnehmen, die einen belasten. Schwere Sorgensteine müssen nicht für immer im Rucksack bleiben. Man kann über seine Sorgen sprechen und sich anderen anvertrauen – den Eltern, Freunden, Geschwistern oder auch Lehrern.
Man kann aber auch gemeinsam tragen. Ein Freund kann ein Stück des Weges mitgehen und helfen, wenn die eigene Last zu schwer wird. Und auch Gott dürfen wir unsere Sorgen anvertrauen.
Anschließend wurde der Rucksack mit Dingen gefüllt, die symbolisch dafür standen, was das Leben leichter machen kann. Ein Radiergummi erinnerte daran, dass Fehler passieren dürfen und man nicht alles beim ersten Mal richtig machen muss. Ein Apfel stand für gesunde Nahrung und dafür, gut für sich selbst zu sorgen. Eine Taschenlampe kann Licht geben, wenn es dunkel wird, und ein Kompass hilft dabei, die Richtung nicht zu verlieren.
So wurde aus dem schweren Sorgen-Rucksack Schritt für Schritt ein Rucksack, der wieder leichter zu tragen war.
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